Treibstoffkrise in Russland: Drohnenangriffe legen 42 Prozent der Raffineriekapazität lahm.
Schwere Schäden an russischen Ölraffinerien
Nach Angaben von Espreso.tv: Die wiederholten Angriffe auf russische Ölraffinerien haben zu massiven Produktionsausfällen und einer akuten Treibstoffknappheit im Land geführt. Innerhalb des letzten Monats wurden acht Raffinerien getroffen. Dadurch sind 42,74 Prozent der gesamten geplanten Verarbeitungskapazität ausgefallen. Experten beziffern den Gesamtschaden seit August 2025 auf umgerechnet 13,5 Milliarden US-Dollar.
Bei den Attacken wurden mehr als 60 Tanks zerstört oder schwer beschädigt. Die Verteilung der betroffenen Behälter zeigt, wie stark die Versorgungskette getroffen wurde:
- 58 Prozent der Tanks enthielten fertige Treibstoffprodukte,
- 42 Prozent lagerten Rohöl.
Besonders brisant ist die Lage für die Bevölkerung: Im Juni gab es praktisch keinen Tag, an dem nicht in mindestens einer russischen Stadt die Auswirkungen der Angriffe zu spüren waren. Die Folge waren strenge Abgabebegrenzungen an Tankstellen, die Autofahrer massiv einschränkten. Die Regierung sah sich gezwungen, harte Kontingente für den privaten Verbrauch einzuführen.
Energiesektor im Ausnahmezustand
Die Krise hat bereits die internationalen Handelsströme erfasst. Russische Unternehmen haben ihre Diesel-Lieferungen auf dem Seeweg nahezu vollständig eingestellt – ein klares Zeichen für die tiefgreifende Störung des Energiesektors. Angesichts der sinkenden Produktion und der Knappheit an Treibstoff bleibt die Lage in der Ölindustrie äußerst angespannt.
Diese Ereignisse offenbaren die hohe Verwundbarkeit der russischen Öl-Infrastruktur angesichts wachsender Bedrohungen.
Die dauerhaften Kapazitätsverluste könnten weitreichende Folgen haben – nicht nur für den russischen Binnenmarkt, sondern auch für die globalen Ölpreise. Da Russland weiterhin zu den wichtigen Exporteuren zählt, drohen dem Land neue wirtschaftliche Verwerfungen im Energiebereich. Dies könnte letztlich die gesamtwirtschaftliche Stabilität des Landes weiter gefährden.
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