USA und EU erhöhen Druck auf Iran: Terrorliste für Revolutionsgarde und neue Drohungen.
Eskalation im Atomstreit
Nach Angaben von UATV: Vor dem Hintergrund einer verstärkten US-Militärpräsenz in der Region hat US-Präsident Donald Trump dem Iran ein Ultimatum in der Atomfrage gestellt. Diese Drohung folgt auf eine bereits erfolgte Eskalation: Am 21. Juni 2025 griffen die USA drei iranische Nuklearanlagen an. Dass die Beziehungen weiter angespannt sind, zeigte sich erneut, als Trump am 28. Januar 2026 einen weiteren möglichen Militärschlag gegen den Iran in Erwägung zog.
Proteste und wirtschaftlicher Kollaps
Die Lage im Land wird durch massive innere Unruhen verschärft. Ausgelöst durch eine tiefe Wirtschaftskrise, begannen am 28. Dezember 2025 landesweite Proteste. Die iranische Währung, der Rial, verlor im Jahr 2025 die Hälfte ihres Wertes, die offizielle Inflationsrate erreichte im Dezember 2025 einen Stand von 42,5%. Laut der Menschenrechtsorganisation HRANA kamen bei den Unruhen 3.090 Menschen ums Leben, darunter 2.885 Demonstrierende.
Als Reaktion auf das Vorgehen des Iran haben die EU-Außenminister beschlossen, die iranische Revolutionsgarde (IRGC) auf die Terrorliste zu setzen. Die Entscheidung wurde am 29. Januar 2026 getroffen. Die estnische Premierministerin Kaja Kallas bekräftigte:
„Wir verhängen neue Sanktionen, und ich erwarte auch die Aufnahme der IRGC in die Liste der Terrororganisationen.“ - Kaja Kallas
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot signalisierte ebenfalls die Unterstützung seines Landes für diesen Schritt.
Trump rief den Iran trotz der Drohkulisse zu Verhandlungen auf und äußerte die Hoffnung auf ein 'faires und ausgewogenes Abkommen ohne Atomwaffen'. Die Situation bleibt somit äußerst volatil, wobei sowohl von den USA als auch von der Europäischen Union weitere Schritte zu erwarten sind. Die Krise hat das Potenzial, über die Region hinaus zu wirken und die globale Sicherheitsarchitektur zu beeinflussen. Die Terror-Einstufung der Revolutionsgarde könnte zudem künftige diplomatische Kanäle für eine Deeskalation erheblich erschweren.
Lesen Sie auch
- US-Präsident Trump befürwortet Gipfeltreffen zwischen Selenskyj und Putin
- Rubio kündigt 400 Millionen Dollar für die Ukraine an: Kann das Russlands Haltung beeinflussen?
- Wie die Ukraine ihre Präsenz im Nahen Osten ausbaut – und sich gegen die russisch-iranische Bedrohung stellt
- Wie Pakistan zur Drehscheibe zwischen Washington und Teheran wurde – Trump verlängert Waffenruhe auf Bitte aus Islamabad
- Waffenruhe zwischen Israel und Libanon vereinbart – Bedingungen und Termin für Folgegespräche stehen fest
- Warum Israel im Libanon-Konflikt ohne klaren Plan agiert – wie der Iran seine „Achse des Widerstands“ ausbaut

