Leck der Telefonkonversation zwischen dem US-Botschafter und dem Kreml: Welche Ratschläge Witkoff Moskau gab.

Leck der Telefonkonversation zwischen dem US-Botschafter und dem Kreml: Welche Ratschläge Witkoff Moskau gab
Leck der Telefonkonversation zwischen dem US-Botschafter und dem Kreml: Welche Ratschläge Witkoff Moskau gab

Nach Angaben von ТСН: Das Leck eines Telefonats zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Berater des russischen Präsidenten Yuri Uschakow enthüllte die unbeholfenen Versuche des amerikanischen Beamten, dem Kreml-Beamten beizubringen, wie man mit Präsident Donald Trump verhandelt. Dieser Vorfall warf Fragen zur Kompetenz Witkoffs und seinem Verständnis der Bedrohungen auf, die von der russischen Führung ausgehen.

Trump trat in die Politik als der Haupt-"Vereinbarer" ein, der sich auf unkonventionelle Verhandler stützte und glaubte, dass praktische Erfahrungen aus dem Immobilienmarkt in New York mehr Vorteile bieten als traditionelle Diplomatie.

Schwächen in der Diplomatie

Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner handelten ohne Einschränkungen traditioneller Ansätze und überraschten Skeptiker mit einem vorübergehenden Waffenstillstand, obwohl dies nicht zu einem nachhaltigen Frieden führte.

Witkoffs mangelhafte Vorbereitung wurde nach dem Leck seines Gesprächs mit Uschakow offensichtlich.

Es stellt sich die Frage, wer diesen Mitschnitt veröffentlicht hat und welche Motivation dahinterstecken könnte. Angesichts des Verhaltens der russischen Regierung, die die Verhandlungen hinauszögert und weiterhin Aggressionen gegen die Ukraine führt, sind mögliche Quellen leicht vorstellbar.

Diplomatie funktioniert normalerweise effektiver ohne externen Druck und Kameras, auch wenn man für Fortschritte unangenehme Zugeständnisse machen muss.

Rufschaden

Doch das "Training" Uschakows, wie man sich gegenüber Trump verhält und wie man eine fragile Friedensregelung vorantreibt, fügte Witkoff erheblichen Rufschaden zu. Er gab nicht nur Ratschläge für das zukünftige Gespräch des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Trump, indem er Komplimente betonte, sondern ließ auch durchblicken, dass Moskau der Ukraine ein Abkommen anbieten könnte, das dem ähnelt, welches die Kampfhandlungen im Gazastreifen eingestellt hat.

„Ich habe dem Präsidenten gesagt, dass Sie — dass die Russische Föderation immer eine friedliche Vereinbarung wollte. Das ist mein fester Glaube. Ich habe dem Präsidenten gesagt, dass ich daran glaube“, sagte Witkoff laut der von Bloomberg bearbeiteten Tonaufnahme.

Diese Worte könnten darauf hindeuten, dass er versucht, Uschakow zu gefallen oder diplomatisch höflich zu sein. Glaubt er wirklich, dass der Aggressor immer Frieden sucht?

Besonders besorgniserregend ist, dass Witkoff Putin rät, sich vor dem Treffen des amerikanischen Präsidenten mit dem ukrainischen Führer Wladimir Selenski mit Trump zu beraten.

Mögliche Manipulationen

Nach diesem Telefonat kündigte Trump an, dass er beabsichtige, sich in Budapest mit Putin zu treffen, doch dieses Treffen fand nie statt. Witkoff zeigte die Bereitschaft der russischen Seite zu Manipulationen, indem er seine Gedanken den Amerikanern mitteilte, während er Verpflichtungen vermied.

Es ist wichtig festzuhalten, dass das Leck der Gespräche mit Putins Berater erneut die Möglichkeit eines Fortschritts in den Friedensverhandlungen infrage stellt und Witkoffs begrenztes Verständnis von Russland und seiner Führung demonstriert. Dies deutet darauf hin, dass er zu nah an Moskau ist und das Ausmaß der Bedrohung durch Putin nicht erkennt.

Die Tatsache, dass der Mitschnitt durch Russen, Ukrainer, europäische Partner oder sogar Gegner innerhalb der amerikanischen Administration entstanden sein könnte, lässt darauf schließen, dass Witkoffs Stil, der auf unkonventionellem Denken beruht, möglicherweise erschöpft ist.

Es sei daran erinnert, dass die Agentur Bloomberg die Aufzeichnungen des Telefongesprächs zwischen Witkoff und Uschakow erhielt, in dem der Amerikaner der russischen Seite Empfehlungen zur Präsentation eines Friedensplans für die Ukraine an Trump gab. Witkoff schlug vor, dass Putin Trump vor dem Besuch Selenskis im Weißen Haus anruft und Grüße zur Wiederherstellung des Abkommens in Gaza überbringt. Diese Verhandlungen wurden zur Einleitung des 28-Punkte-Friedensplans.

Trump reagierte auf diese Informationen und erklärte, dass es an solchen Handlungen „nichts Ungewöhnliches“ gebe. Seinen Angaben zufolge sei dies eine Standardpraxis für einen Mediator.

Dieses Leck zeugt von der Komplexität der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Russland und unterstreicht die Risiken, die mit der mangelhaften Vorbereitung von Beamten bei der Vorwegnahme möglicher Folgen ihrer Ratschläge verbunden sind. Weitere Ereignisse könnten die zukünftigen Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland sowie die Wahrnehmung amerikanischer Diplomaten auf der internationalen Bühne beeinflussen.


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