737 Wohnhäuser in Trojeschtschyna heizen mit Notstrom.
Kälte in Trojeschtschyna: Notversorgung läuft auf Hochtouren
Nach Angaben von TSN.ua: Im Kiewer Stadtteil Trojeschtschyna herrscht weiterhin eine kritische Lage in der Wärmeversorgung. 737 Wohnhäuser sind nach wie vor nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Bewohner des großen Wohngebiets sind gezwungen, ihre Wohnungen mit Strom aus Notstromaggregaten zu heizen. Die Situation am 28. Januar zählt zu den schwierigsten in der gesamten Hauptstadt.
Der Grund für den anhaltenden Wärmeausfall ist die weiterhin nicht funktionsfähige Fernwärmezentrale TEC-6. Zwar stehen in Trojeschtschyna über tausend Reservegeneratoren zur Verfügung, die eine Grundversorgung aufrechterhalten können. Eine dauerhafte Lösung erfordert jedoch die Umstellung des Stadtteils auf KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung). Laut dem Experten Oleksandr Serhijenko wird die Umsetzung dieser Maßnahme mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Kriegsbedingte Eskalation der Krise
Die ohnehin angespannte Lage wurde durch einen massiven russischen Raketenangriff auf Kiew am 24. Januar weiter verschärft. Der Großteil der betroffenen und nun kalt stehenden Gebäude konzentriert sich auf Trojeschtschyna, was bei den Einwohnern große Besorgnis auslöst. Solche Angriffe zielen gezielt auf die kritische Infrastruktur und verschärfen die humanitäre Lage in den Wintermonaten erheblich.
Der Fall Trojeschtschyna zeigt exemplarisch, mit welchen infrastrukturellen Herausforderungen die Bevölkerung im Krieg konfrontiert ist. Die Wiederherstellung der zentralen Wärmeversorgung erfordert koordinierte Anstrengungen von Stadtverwaltung und Energieversorgern. Bis dahin sind die Bewohner auf die teure und provisorische Lösung mit Generatoren angewiesen, die auf Dauer eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt.
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