Seltene Raufußhühner: Erfolgreiche Sichtung im Sperrgebiet von Tschernobyl.

Seltene Raufußhühner: Erfolgreiche Sichtung im Sperrgebiet von Tschernobyl
Seltene Raufußhühner: Erfolgreiche Sichtung im Sperrgebiet von Tschernobyl

Ein seltener Gast im Tschernobyl-Reservat

Nach Angaben von TSN.ua: Im radioaktiven-ökologischen Biosphärenreservat von Tschernobyl ist ein seltener Vogel gesichtet worden: das Haselhuhn. Dieser Vogel, wissenschaftlich Tetrastes bonasia genannt und zur Familie der Raufußhühner gehörend, steht auf der Roten Liste der Ukraine.

Das Haselhuhn: Ein scheuer Bewohner des Waldes

Das Haselhuhn erreicht eine Körperlänge von 35 bis 37 Zentimetern und bringt zwischen 330 und 580 Gramm auf die Waage. Es baut sein Nest am Boden, meist geschützt unter Büschen oder umgestürzten Bäumen, was den Küken einen gewissen Schutz bietet. Ein Gelege umfasst in der Regel 6 bis 8 Eier, die das Weibchen etwa drei Wochen lang ausbrütet. Die Jungvögel können, so beobachten Ornithologen, bereits wenige Wochen nach dem Schlüpfen fliegen und zum Übernachten auf Bäume klettern.

Diese Sichtung ist ein wichtiger Beleg für den Erhalt der Artenvielfalt in der Sperrzone, die für viele Pflanzen und Tiere zu einem Rückzugsraum geworden ist. Das Reservat erwartet zudem weiteren Nachwuchs: trächtige Hirschkühe, deren Kälber im Mai oder Juni zur Welt kommen sollen. So bleibt das Tschernobyl-Reservat ein einzigartiger Ort, um die Erholung der Natur nach einer Katastrophe zu studieren.

Das Überleben seltener Arten wie des Haselhuhns zeigt positive Entwicklungen im Ökosystem der Tschernobyl-Region, wo menschliche Aktivitäten stark zurückgegangen sind. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Erforschung von Ökologie und Biodiversität und unterstreicht die Bedeutung solcher Gebiete für den Artenschutz. Die Beobachtung der sich erholenden Tier- und Vogelpopulationen in dieser Region kann als Vorbild für andere Naturschutzgebiete dienen.


Lesen Sie auch

Werbung