Kiew nach russischem Angriff: Strom- und Wasserversorgung auf neuem Tiefstand.

Kiew nach russischem Angriff: Strom- und Wasserversorgung auf neuem Tiefstand
Kiew nach russischem Angriff: Strom- und Wasserversorgung auf neuem Tiefstand

Folgen des Angriffs vom 20. Januar

Nach Angaben von Novyny.live: Nach einem massiven russischen Angriff auf die Versorgungsinfrastruktur am 20. Januar erlebt Kiew die bislang schwerste Krise bei der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung. Besonders betroffen sind die Stadtteile Desnjan und Petschersk, wo praktisch alle Gebäude ohne Strom und Wasser sind. Solche Angriffe auf die Lebensadern einer Stadt treffen die Zivilbevölkerung besonders hart.

Lage in den einzelnen Bezirken

Die Versorgungssituation stellt sich in den Bezirken wie folgt dar:

  • Im Desnjansker Bezirk haben nahezu 100% der Gebäude keine Heizung und keinen Strom.
  • Im Petschersker Bezirk fehlt ebenfalls in fast allen Gebäuden die Kaltwasserversorgung, zudem gibt es Stromprobleme.
  • In den Bezirken Holossijiw, Darnyzja und Solomjanka sind etwa 40% der Verbraucher ohne Heizung.
'Seit den Folgen des Angriffs vom 9. Januar sind von den damals noch nicht wieder angeschlossenen Häusern nur noch weniger als ein Dutzend ohne Heizung.' Kateryna Pop

Sie betonte zudem, dass der Gegner erneut zynisch die Lebenserhaltungssysteme der Stadt und die kritische Infrastruktur angegriffen habe. Die derzeit schlimmste Lage wird im Desnjansker Bezirk verzeichnet.

Bei dem Angriff wurde im Dnipro-Bezirk eine Person verletzt und befindet sich im Krankenhaus. Als Reaktion auf die angespannte Lage werden in Kiew nun Wärmestuben des Katastrophenschutzes und sogenannte "Unbreakability Points" (Zufluchtsorte) eingerichtet. Derzeit sind in der Hauptstadt über 1300 dieser Zufluchtsorte und etwa 100 Wärmestuben in Betrieb, um die Bewohner unter den schwierigen Bedingungen zu unterstützen.

Die Situation in Kiew zeigt deutlich, wie schwerwiegend die Folgen von Angriffen auf kritische Infrastruktur sind und dass sie humanitäre Krisen auslösen. Inmitten des Winters gefährdet der Ausfall von Heizung und Strom Leben und Gesundheit der Einwohner, besonders in den verwundbarsten Stadtteilen. Die Einrichtung der Wärmestuben und Zufluchtsorte ist ein wichtiger Schritt, um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu sichern. Gleichzeitig macht sie die dringende Notwendigkeit deutlich, die Infrastruktur schnellstmöglich wiederherzustellen und sie widerstandsfähiger gegen künftige Angriffe zu machen.


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