Bestechung in Kiewer Stadtverwaltung: 64.000 Griwna für Werbegenehmigungen kassiert.
Ehemalige Behördenmitarbeiterin unter Korruptionsverdacht
Nach Angaben von Novyny.live: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew steht eine frühere Angestellte der Stadtverwaltung (Kiewer Stadtstaatsverwaltung, KSSW) vor Gericht. Die Frau, die zuletzt als Hauptspezialistin in der Abteilung für Stadtplanung und Architektur tätig war, soll Schmiergelder für die Genehmigung von Außenwerbung angenommen haben.
Systematische Geldzahlungen über zwei Jahre
Ermittlern zufolge kassierte die Beschuldigte in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 64.000 Griwna – umgerechnet rund 1.500 Euro. Die Summen flossen auf das Konto eines nahen Verwandten. Die Gebühren für die einzelnen Genehmigungen waren gestaffelt: Die günstigste Erlaubnis für eine Werbefläche kostete 2.000 Griwna, während ein großes Banner mit 6.000 Griwna zu Buche schlug. Diese Vorgehensweise deckt ein mögliches System von Gefälligkeiten im Bau- und Architektursektor auf, das nun juristisch aufgearbeitet wird.
Der Fall zeigt, wie dringend mehr Transparenz und Kontrolle in der Stadtplanung nötig sind – denn Missbrauch durch Amtsträger kann die gesamte Stadtentwicklung gefährden.
Die juristische Aufarbeitung könnte als Signal für mehr Integrität im öffentlichen Dienst dienen und dazu beitragen, das Vertrauen der Bürger in die Behörden zurückzugewinnen. Der Prozess wird in Kiew mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
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