17.500 Dollar für Schein-Jobs: Früherer Chef eines Kiewer Kommunalbetriebs soll Männer vor Mobilmachung geschützt haben.
Korruptionsvorwürfe in Kiew: Ex-Manager soll mit fingierten Anstellungen kassiert haben
Nach Angaben von Novyny.live: In der ukrainischen Hauptstadt ist ein mutmaßliches Netzwerk zur Umgehung der Wehrpflicht aufgeflogen. Ein ehemaliger geschäftsführender Direktor des Kommunalunternehmens 'Holosijewo-Budinwest' soll insgesamt 17.500 US-Dollar dafür verlangt haben, Männer einzustellen und ihnen so einen Aufschub vor der Einberufung zu verschaffen. Festgenommen wurde der Beschuldigte bei der Übergabe einer weiteren Teilzahlung. Bereits zuvor hatte er eine erste Rate in Höhe von 2.000 Dollar erhalten.
Strafrechtliche Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft wertet die Taten als Verstoß gegen Artikel 369-2, Teil 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann drei bis acht Jahre Haft sowie die Einziehung seines Vermögens. Parallel dazu wurde eine Frau namens Ljudmyla Marchenko zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, weil sie Männern gegen 11.300 Dollar zur Flucht ins Ausland verholfen hatte. In einem weiteren Fall soll ein Unbekannter die Löschung eines Fahndungseintrags eines Wehrpflichtigen für 6.000 Dollar organisiert haben.
Der Fall zeigt, wie tief Korruption im Bereich der Mobilmachung und Arbeitsplatzreservierung inzwischen verwurzelt ist – ein Thema, das in der Bevölkerung und bei den Sicherheitsbehörden für erhebliche Besorgnis sorgt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und die Polizei arbeitet daran, weitere derartige Machenschaften aufzudecken. Es ist von großer Bedeutung, dass die Öffentlichkeit über solche Vorfälle informiert wird, denn sie gefährden nicht nur die Rechtsstaatlichkeit, sondern in Kriegszeiten auch die nationale Sicherheit.
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