1590 Leichen in der Region Kiew entdeckt: Geschichten von Mut und den Verbrechen der Besatzer.

1590 Leichen in der Region Kiew entdeckt: Geschichten von Mut und den Verbrechen der Besatzer
1590 Leichen in der Region Kiew entdeckt: Geschichten von Mut und den Verbrechen der Besatzer

Kriegsverbrechen in der Region Kiew

Nach Angaben von UATV: In der Region Kiew, insbesondere im Dorf Termachiwka und am Stausee von Butscha, wurden Beweise für Kriegsverbrechen dokumentiert, die russische Truppen während der Besatzung begingen. Das Dorf Termachiwka, das nur wenige Dutzend Kilometer von der Tschernobyl-Zone entfernt liegt, wurde am 26. Februar 2022 von russischen Streitkräften eingenommen. Zu dieser Zeit lebten dort etwa 400 Menschen. Noch am selben Tag kamen bei einem Beschuss fünf Bewohner ums Leben – ein tragischer Einschnitt für die örtliche Gemeinschaft.

Einheimische, die die Besatzung überlebten, versuchten verzweifelt, ihre Kinder aus russischer Gefangenschaft zu befreien. Im März 2022 organisierte Kostjantyn Gudauskas mehrere Fahrten, um Menschen aus Worzel, Irpin und Butscha zu evakuieren. Parallel dazu besetzten russische Einheiten auch die Siedlung Demydiw in der Region Kiew, was die Angst und Unsicherheit unter der Zivilbevölkerung weiter verschärfte. Solche Rettungsaktionen fanden oft unter Lebensgefahr statt, da die Besatzer willkürlich Kontrollpunkte errichteten.

Zu Beginn der Invasion wurde der Zoo „12 Monate“ von den Russen eingenommen. Trotz der schrecklichen Bedingungen halfen sich Anwohner und Freiwillige weiterhin gegenseitig. Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden wurden in der Region Kiew insgesamt 1.590 Leichen geborgen – ein Zeichen für die Brutalität und das Ausmaß der Kriegsverbrechen.

Aussagen der Anwohner

Ljudmyla Skorochod erinnerte sich an die Ereignisse und sagte:

„Sie haben alles mitgenommen: Telefone, den Computer, sie haben irgendwelche USB-Sticks gefunden …“

Diese Worte zeigen, wie wichtig persönliche Gegenstände für die Menschen unter der Besatzung waren. Eine andere Zeugin, Tetjana Bohynska, beschrieb den Moment, als Waffen auf sie gerichtet wurden:

„Wir waren noch nicht einmal an der Kreuzung, als plötzlich ein Schützenpanzer auftauchte – und sie richteten ihre Maschinengewehre auf uns.“

Angesichts der grausamen Entscheidungen, vor denen die Menschen standen, äußerte Kostjantyn Gudauskas seine Gefühle: „Es ist sehr schwer, eine Wahl zu treffen, sehr schwer, wenn eine Menschenmenge kommt und die Leute auf die Knie fallen und um Hilfe bitten.“ Diese Aussagen zeigen sowohl den Mut der Einheimischen als auch die Härte, mit der sie während der Besatzung konfrontiert waren.

Mychajlo Pintschuk berichtete derweil über die Situation im Zoo: „Ein Nashorn kann man definitiv nicht festhalten, und da war eine Tränke aus Edelstahl – die hat es abgerissen.“ Solche Details liefern weiteren Kontext zu den Ereignissen während der Besatzung.

Die Dokumentation dieser Fakten ist ein wichtiger Schritt, um die tragischen Ereignisse zu verstehen, die die Bewohner der Region Kiew während des Krieges durchlebt haben. Die Situation in Termachiwka und den umliegenden Dörfern bleibt ein Zeugnis des Heldentums der Menschen, die trotz aller Widrigkeiten versuchten, einander in dieser schweren Zeit zu unterstützen.

Diese Zeugenaussagen unterstreichen das Ausmaß und die Grausamkeit der Geschehnisse in der Region Kiew während der russischen Besatzung. Sie spiegeln nicht nur individuelle Schicksale wider, sondern weisen auch auf systematische Kriegsverbrechen hin, die eine internationale Reaktion erfordern. Es ist wichtig, dass diese Tatsachen dokumentiert und anerkannt werden, da sie Teil künftiger Ermittlungen und Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen sein könnten.


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