Zwang zur Wehrerfassung: Bewohner im Rajon Dschankoj erhalten nur gegen Militärregistrierung Entschädigung.

Zwang zur Wehrerfassung: Bewohner im Rajon Dschankoj erhalten nur gegen Militärregistrierung Entschädigung
Zwang zur Wehrerfassung: Bewohner im Rajon Dschankoj erhalten nur gegen Militärregistrierung Entschädigung

Entschädigungschaos im Rajon Dschankoj

Nach Angaben von Espreso.tv: Im Rajon Dschankoj auf der Krim gestaltet sich die Auszahlung von Entschädigungen für Strom- und Wasserausfälle äußerst schwierig. Anwohner berichten, dass die von der Besatzungsverwaltung versprochene Einmalzahlung in Höhe von 15.000 Rubel nur unter der Bedingung gewährt wird, dass sie sich militärisch registrieren lassen. Die Zahlung ist für Personen vorgesehen, die mehr als zwei Tage ohne Elektrizität und Wasser ausgekommen sind.

Die Forderung nach einer Wehrerfassung betrifft sowohl Männer als auch Frauen mit medizinischer Ausbildung. Dies stößt in der Bevölkerung auf breiten Unmut, da viele die Auflage nicht erfüllen wollen. Nach vorliegenden Informationen müssen die Anträge auf Entschädigung persönlich gestellt werden – eine Einreichung über elektronische Dienste wie das Portal 'Gosuslugi' ist nicht möglich.

Lage bei der Stromversorgung

Die Stromversorgung im Norden der Krim bleibt weiterhin kritisch. Einige Ortschaften sind bereits seit fast einer Woche ohne Elektrizität. Der Leiter der Besatzungsverwaltung der Krim, Sergej Aksjonow, erklärte dazu:

Derzeit ist es unmöglich, verbindliche Zeitpläne für die Wiederherstellung der Stromversorgung aufzustellen. — Sergej Aksjonow

Bereits am 13. Juli hatte die Besatzungsverwaltung eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung nicht garantiert werden könne, was die Lage zusätzlich verschärft.

Diese Entwicklungen verunsichern die lokale Bevölkerung, die nach Wegen sucht, die ihr zustehenden Entschädigungen zu erhalten, ohne sich weiteren Risiken auszusetzen.

Die anhaltenden Stromausfälle auf der Krim und die Kopplung der Entschädigungszahlungen an die Wehrerfassung heizen die gesellschaftliche Stimmung weiter an. Viele empfinden die Bedingung als unzumutbar, was das Protestpotenzial in der Region erhöhen könnte. Die Verantwortlichen stehen unter Druck, Lösungen für die Energie- und Wasserkrise zu finden, um eine weitere Eskalation der sozialen Spannungen zu verhindern.


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