Sanktionierte russische Tanker passierten den Ärmelkanal: Warum wurden sie nicht gestoppt.
Nach Angaben von ТСН: Zwei mit der 'schattenflotte' des Kremls verbundene Öltanker wurden während ihrer Durchquerung des Ärmelkanals in der Nähe von Großbritannien gesichtet. Trotz der US-Sanktionen fand bisher keine Beschlagnahme statt.
Die Tanker Aria und Tia haben mehrfach ihren Namen und ihr Registrierungsland gewechselt.
Details zu den Tankern
Der unter Barbados-Flagge fahrende Tanker Aria wurde am Donnerstagabend entdeckt, als er von Plymouth nach Jersey auf dem Weg zum Handelshafen Ust-Luga im östlichen Teil der Ostsee unterwegs war. Dieses Schiff steht auf der Sanktionsliste des US-Finanzministeriums und hat Verbindungen zum größten russischen Reedereiunternehmen.
Der derzeit als 'Tüivan' bekannte Tanker Tia fährt von der Türkei in einen Hafen in der Finnischen Bucht in Russland, die Ankunft ist für den 13. Januar geplant. Unter dem Namen 'Tia' wurde das Schiff 2024 aufgrund des Transports von Rohöl aus Venezuela unter US-Sanktionen gestellt, danach änderte es seinen Namen zunächst in 'Arkusat' und dann in 'Tüivan'.
Erwartungen bezüglich der Beschlagnahme
Das Medium weist darauf hin, dass die Tanker Aria und Tia nur einen Tag nach der Beschlagnahme des Tankers Marinera im Atlantik durch die Vereinigten Staaten mit Unterstützung von Großbritannien vor den Südküsten Großbritanniens sind. Dieses Schiff galt ebenfalls als Teil der 'schattenflotte' Moskaus.
Der britische Verteidigungsminister John Healy erklärte am Mittwochabend, dass die Beschlagnahme des Öltankers Marinera nicht nur deshalb gerechtfertigt war, weil das Schiff unter einer fremden Flagge fuhr, sondern auch, weil es illegal Öl 'zum Finanzieren der illegalen Invasion in der Ukraine' transportierte.
Diese Äußerungen erregten Interesse, da die Hoffnung besteht, dass Großbritannien mit Unterstützung der USA Operationen gegen andere russische oder mit Russland verbundene Öltanker in der Nähe britischen Hoheitsgebiets durchführen könnte, die bereits unter die Sanktionen des US-Finanzministeriums fallen.
Am Donnerstag weigerte sich das britische Verteidigungsministerium, Kommentare zu möglichen Plänen zur Beschlagnahme sanktionierter Schiffe oder Echtzeitkommentaren abzugeben.
Darüber hinaus wurde zuvor berichtet, dass am 8. Januar ein mit Russland verbundener Öltanker ein Ziel für eine unbemannte Marine-Drohne im Schwarzen Meer nahe der Küste der Türkei wurde.
Diese Situation verdeutlicht die zunehmenden Spannungen um russische Öllieferungen angesichts von Sanktionen und globaler Sicherheit. Die Bewegungen der Tanker Aria und Tia wirft Fragen zur Wirksamkeit internationaler Sanktionen sowie zu den Möglichkeiten Großbritanniens und seiner Verbündeten auf, weitere Maßnahmen zu ergreifen.
Die Situation rund um die Beschlagnahme der Tanker könnte den weiteren Verlauf der Ereignisse in der Ukraine und die Beziehungen der westlichen Staaten zur russischen Aggression beeinflussen, insbesondere im Kontext der Energiesicherheit.
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