500.000 Zloty für Busse aus Polen: Aktivisten starten Spendenaktion für Winnyzja.
Spendenaufruf für Busse aus Kielce
Nach Angaben von Espreso.tv: In Polen sammeln Aktivisten 500.000 Zloty, um 15 gebrauchte Busse aus der Stadt Kielce freizukaufen und sie den Bewohnern von Winnyzja zur Verfügung zu stellen. Der Hintergrund: Der Bürgermeister von Winnyzja, Serhij Morhunow, hatte seine ursprüngliche Bitte um die Fahrzeuge zurückgezogen – Auslöser war ein politischer Skandal.
Die Kielcer Bürgermeisterin Agata Wojda befürwortete die Übergabe der Busse. Allerdings legten sich einige lokale Abgeordnete quer. Besonders die Fraktion der Partei 'Recht und Gerechtigkeit' reichte beim Ratsvorsitzenden Maciej Jakubczyk eine Resolution ein, die eine Umbenennung der Stepan-Bandera-Straße fordert.
Wie die Kampagne läuft
Die Organisation Fundacja Sikorki na Ukrainie hat den Spendenaufruf gestartet, um eine halbe Million Zloty für das Projekt zusammenzubekommen. Mit dem Geld sollen die Busse freigekauft werden, damit die Menschen in Winnyzja wieder mobil sind – die Stadt ist durch den Krieg stark unter Druck.
Die Aktion zeigt, wie engagiert die Zivilgesellschaft ist und wie sehr sie die Ukraine unterstützen will. Gleichzeitig machen die politischen Differenzen in Kielce deutlich, wie schwierig die Beziehungen zwischen den Städten mitunter sein können, wenn es um humanitäre Hilfe geht.
Gelingt die Finanzierung, wäre das nicht nur ein Gewinn für den Nahverkehr in Winnyzja, sondern auch ein starkes Zeichen der polnisch-ukrainischen Solidarität in einer Zeit voller Herausforderungen.
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