Zwei Männer in der Region Poltawa wegen Spionage über Viber-Gruppen verurteilt.
Vorwurf der Behinderung ukrainischer Streitkräfte
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Gericht in der Oblast Poltawa hat zwei Männer wegen Handlungen verurteilt, die die Tätigkeit der Streitkräfte der Ukraine behindert haben sollen. Einer der Angeklagten leitete eine Viber-Gruppe, in der er über Bewegungen ukrainischer Militäreinheiten informierte. Der andere hatte sich lediglich in einer ähnlichen Gruppe angemeldet. Die Justiz sprach beide schuldig.
Einzelheiten des Verfahrens
Den Ermittlungen zufolge verwaltete der Hauptbeschuldigte eine Viber-Gruppe mit 2738 Mitgliedern. Der zweite Mann war im Januar 2024 einem ähnlichen Chat mit 2796 Abonnenten beigetreten. Der Administrator postete dort nicht nur persönlich Nachrichten mit Standorten und Fahrzeugen von Sicherheitskräften, sondern nutzte dafür auch verschleierte Begriffe wie „regionales Wehrkommissariat“. Zudem verbreitete er Informationen über Orte, an denen Mobilisierungsmaßnahmen stattfanden – konkret das Gebiets-Wehrersatz- und Sozialunterstützungszentrum (TZK ta SP) von Poltawa. Dies habe deren Effektivität erheblich gemindert.
Das Gericht verhängte ursprünglich eine fünfjährige Haftstrafe für beide Angeklagten. Diese wurde jedoch in eine zweijährige Bewährungsstrafe umgewandelt. Zusätzlich wurden ihre Mobiltelefone, ein Xiomi Redmi Note 12 Pro und ein Xiomi Redmi Note 14, konfisziert. Der Fall zeigt die schwerwiegenden Konsequenzen auf, die Handlungen gegen die Operationsfähigkeit der ukrainischen Armee nach sich ziehen können.
Dieses Urteil unterstreicht die wachsende Sensibilität der ukrainischen Behörden für Informationssicherheit im Krieg. In einer konfliktreichen Zeit zählt nicht nur die militärische Stärke, sondern auch der Schutz sensibler Daten vor Ausspähung. Solche Gerichtsentscheidungen senden eine klare Warnung an alle, die durch Leichtsinn oder Vorsatz die Sicherheit der Streitkräfte gefährden.
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