Russlands Raketenreserven vom Typ „Oreschnik“ fast aufgebraucht: Aktuelle Erkenntnisse zu den letzten Abschüssen.

Russlands Raketenreserven vom Typ „Oreschnik“ fast aufgebraucht: Aktuelle Erkenntnisse zu den letzten Abschüssen
Russlands Raketenreserven vom Typ „Oreschnik“ fast aufgebraucht: Aktuelle Erkenntnisse zu den letzten Abschüssen

Lage der Oreschnik-Raketen in Russland

Nach Angaben von UATV: Die Vorräte an Oreschnik-Raketen in Russland sind nahezu erschöpft. Nach dem ersten Angriff auf Dnipro im November 2024 wurde die beschleunigte Produktion von vier weiteren Raketen angeordnet. Doch bereits im Jahr 2026 hat Russland drei dieser Raketen eingesetzt, was auf ernsthafte Engpässe bei den verfügbaren Beständen hindeutet.

Der erste Einsatz einer Oreschnik-Rakete erfolgte im November 2024. Seitdem wurden die Raketen für verschiedene Ziele genutzt:

  • Eine Rakete wurde in der Nacht zum 9. Januar gegen die Region Lwiw abgefeuert;
  • Eine weitere kam bei Angriffen auf die Region Kiew zum Einsatz;
  • Im Mai 2026 stürzte eine Rakete auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Donezk-Region ab.

Analysen zufolge könnte Russland nach den letzten Abschüssen nur noch über eine einzige Oreschnik-Rakete verfügen.

Qualitätsmängel in der Produktion

Im März 2025 wurden Beschaffungsdokumente zugänglich, die auf Qualitätsprobleme bei den Oreschnik-Raketen hindeuten.

„Eine Quelle in Russland, vermutlich aus dem Verteidigungsministerium, teilte der Publikation Dallas Analytics mit, dass in der Fabrik, in der die Oreschnik hergestellt wurde, die Qualitätskontrollprotokolle umgangen wurden“ — Dallas Analytics.

Darüber hinaus erhielt Dallas Analytics laut Informationen vertrauliche russische Beschaffungsunterlagen, die auf eine Schwachstelle im in der Sowjetunion entwickelten Flugzeugkreisel GU-503 hinweisen. Dies gefährdet die Präzisionslenkung der ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik.

Insgesamt gibt die Situation um die Oreschnik-Raketen in Russland Anlass zur Sorge, da die Bestände nahezu aufgebraucht sind und die Fertigungsqualität Zweifel aufwirft.

Diese Entwicklung unterstreicht, wie wichtig die Überwachung der Ressourcen und technologischen Kapazitäten des russischen Militärs ist. Der Mangel an Raketen könnte die strategische Kriegsführung beeinflussen, insbesondere im Kontext des Ukraine-Konflikts. Gleichzeitig deuten die Produktionsprobleme auf allgemeine Schwierigkeiten in der russischen Rüstungsindustrie hin, die langfristige Auswirkungen auf deren militärische Ambitionen haben könnten.


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