Serbien ist von Protesten betroffen: Polizei setzte Tränengas ein, Dutzende Verletzte.
In Serbien finden zurzeit massive Proteste statt, die in Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern der Demonstrationen und der Polizei gipfeln. Die Demonstranten nutzen Feuerwerkskörper, während die Sicherheitskräfte mit Tränengas antworten. Laut Informationen von KoSSev und N1 gibt es zahlreiche Verletzte und Festnahmen aufgrund der Konflikte.
Serbia is witnessing police brutality. WORLD, WAKE UP!
— FDU u blokadi (@sviublokade_fdu)
Berichten zufolge fanden am Abend des 16. Augusts Zusammenstöße zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften in Belgrad, Novi Sad und Valjevo statt, unter dem Motto 'Serbien ist nicht zu beruhigen'.
In Valjevo setzte die Polizei einen Sturmangriff und Tränengas ein, um die Demonstranten zu zerstreuen, die ihrerseits Feuerwerkskörper auf das Gebäude der Gendarmerie warfen. In Belgrad verbrannten die Demonstranten die Parteifahne der Serbischen Fortschrittspartei während eines Angriffs auf das Büro der politischen Partei und zerschlugen Fenster in Novi Sad.
Laut dem Bericht des Innenministers Ivica Dačić wurden bei den Protesten sechs Sicherheitskräfte verletzt und 38 Personen festgenommen. Der Landesführer Aleksandar Vučić beschuldigte die Teilnehmer der Demonstrationen, Stabilitätsversuche in Serbien zu unternehmen.
Die Proteste wurden durch die Unzufriedenheit der Bürger mit der politischen Situation im Land ausgelöst, und sie fordern vorzeitige Parlamentswahlen. Der Präsident ist jedoch derzeit nicht geneigt, diese einzuberufen.
Lesen Sie auch
- Österreich fordert Ende des automatischen Schutzes für ukrainische Männer in der EU – Hintergründe
- Erste Gesprächsrunde zur EU-Erweiterung: Ukraine startet am 15. Juni nach ungarischer Einigung
- 50 Millionen Euro von der EU: So reagiert Brüssel auf Russlands Druck gegen Armenien
- US-Außenminister Rubio bewertet Russlands Einmarsch in die Ukraine als strategischen Fehler
- Privater Besitz versperrt Schutzräume in Kiew: Appell an die Rada für klare Regeln
- Lettlands Außenministerin: Solange Putin seine Ziele nicht ändert, sind Friedensgespräche mit Russland sinnlos

