LiDAR-Scans haben ein verlorenes mittelalterliches Schloss in der Schweiz entdeckt: Details des Fundes.

LiDAR-Scans haben ein verlorenes mittelalterliches Schloss in der Schweiz entdeckt: Details des Fundes
LiDAR-Scans haben ein verlorenes mittelalterliches Schloss in der Schweiz entdeckt: Details des Fundes

Archäologische Entdeckungen in der Schweiz

Nach Angaben von ТСН: In der Schweiz haben Archäologen dank Daten von Fernlaserscannern eine unerwartete Entdeckung gemacht. Bei der Analyse detaillierter LiDAR-Karten des Geländes im Kanton Thurgau wurden Überreste eines mittelalterlichen Schlosses entdeckt, von dem zuvor nichts bekannt war. Auf den Bildern sind zwei kleine natürliche Plateaus zu sehen, die durch steile Verteidigungsgräben getrennt sind - diese Merkmale sind typisch für Burgen des Typs "Motte-und-Bailey".

Darüber berichtete die Publikation Heritage Daily.

Solche Befestigungen wurden im 10. Jahrhundert in Nordeuropa populär, nachdem sie in der Normandie und in Anjou eingeführt wurden. Die Architektur dieser Bauwerke war einfach und effektiv: Auf einem angelegten Hügel, "Motte", wurde ein kleiner Donjon errichtet, während sich daneben ein ummauerter Hof, oder "Bailey", befand. Aufgrund dieser Konstruktion wurden Burgen schnell und mit wenig Arbeitsaufwand errichtet.

Bedeutung des Fundes

Dieser Fund ist von großer Bedeutung für das Studium der Geschichte der Burg Ittingen, deren Standort viele Kontroversen aufgeworfen hat. Wissenschaftler haben drei potenzielle Standorte in Betracht gezogen: den Hügel Hüetgebuch in Wart-Weiningen, das Gebiet des Ittinger Charters und die Region Tobel. Dank neuer LiDAR-Daten konnte ein vielversprechendes Areal im Gebiet Tobel entdeckt werden.

Nach der Entdeckung von Zeichen der Befestigung auf den LiDAR-Karten führten die kantonalen archäologischen Dienste von Thurgau eine autorisierte Felduntersuchung durch. Bei der Untersuchung wurden kleine Keramikscherben, einige Eisengegenstände und drei mittelalterliche Pfeilspitzen gefunden.

Dokumente und weitere Forschungen

Ein Dokument aus dem Jahr 1152 der päpstlichen Kanzlei, in dem die Erlaubnis zum Bau eines Klosters "auf seiner Burg" erwähnt wird, liefert neue Informationen zur Geschichte. Dies lässt vermuten, dass Teile der mittelalterlichen Befestigungen einst auf dem Gelände des heutigen Charterhauses Ittingen gelegen haben könnten.

Das archäologische Büro von Thurgau hat beschlossen, von Ausgrabungen Abstand zu nehmen, um das Gebiet in seinem ursprünglichen Zustand für zukünftige Forschungen mit modernsten Methoden zu erhalten. Die gefundenen Artefakte wurden zur Restaurierung und weiteren Analyse eingereicht.

Wir erinnern daran, dass Archäologen auch erforscht haben, wie das Klima in der Zeit vor 18.000 bis 7.500 Jahren war, als der Planet aus der letzten Eiszeit herauskam. Diese Forschung hilft zu verstehen, welche Veränderungen in der Natur stattfanden und wie sie das Leben der Menschen in der Antike beeinflussten.


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