Polizeigewalt in Winnyzja: Festgenommener nach Folter mit klinischem Tod.

Polizeigewalt in Winnyzja: Festgenommener nach Folter mit klinischem Tod
Polizeigewalt in Winnyzja: Festgenommener nach Folter mit klinischem Tod

Foltervorwürfe gegen Polizisten

Nach Angaben von TSN.ua: In Winnyzja hat der Staatliche Untersuchungsdienst drei Polizeibeamte überführt, die im September 2023 einen Festgenommenen gefoltert haben. Die Beamten eines örtlichen Polizeireviers hatten einen Mann befragt, dem sie lediglich den Diebstahl einer Tasche mit Dokumenten und Bankkarten vorwarfen. Während des Verhörs schlugen sie ihn wiederholt mit Fäusten und einem Gummiknüppel.

Schwere gesundheitliche Folgen und Ermittlungen

Das brutale Vorgehen hatte schwerwiegende Konsequenzen: Der Geschädigte erlitt multiple innere Verletzungen, die die Entfernung seiner Milz notwendig machten. Während dieser Operation kam es zu einem Herzstillstand. Erst nach zehnminütiger Reanimation gelang es den Ärzten, seinen Herzschlag wiederherzustellen – der Mann überlebte einen klinischen Tod. Solche Gewaltvorfälle werfen ein grelles Schlaglicht auf systemische Probleme in den Sicherheitsbehörden.

Gegen zwei der beteiligten Polizisten wurde aufgrund der Ermittlungen Anklage erhoben. Sie werden nach mehreren Artikeln des ukrainischen Strafgesetzbuches, darunter Artikel 127 und 121, beschuldigt. Die vorgesehenen Strafen für diese Delikte können eine Freiheitsstrafe von bis zu zwölf Jahren nach sich ziehen. Das Gericht verhängte als Maßnahme gegen die Beschuldigten Hausarrest. Ein dritter Beteiligter war zum Zeitpunkt der Aufdeckung bereits aus dem Polizeidienst ausgeschieden. Der Fall löste in der Öffentlichkeit Empörung aus.

Dieser Vorfall ist ein weiteres alarmierendes Beispiel für Machtmissbrauch und exzessive Gewaltanwendung innerhalb ukrainischer Strafverfolgungsbehörden. Die öffentliche Entrüstung über solche Vorkommnisse verstärkt die Forderungen nach tiefgreifenden Reformen und wirksamen Kontrollmechanismen, um die Einhaltung der Menschenrechte während polizeilicher Ermittlungen sicherzustellen. Es zeigt sich erneut die dringende Notwendigkeit, Polizeibeamte für rechtswidriges Handeln konsequent zur Verantwortung zu ziehen.


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