Ukrainische Angriffe auf Krim: Treibstoffmangel und Stromausfälle nach gezielten Schlägen gegen Raffinerien und Militärflugplatz.
Krim im Juli 2023: Angriffswelle trifft kritische Infrastruktur
Nach Angaben von UATV: In der Nacht zum 6. Juli 2023 attackierten die ukrainischen Verteidigungskräfte russische Einrichtungen auf der Krim. Ziel der Angriffe waren unter anderem zwei Erdölraffinerien sowie ein Militärflugplatz. Die Folgen sind gravierend: Auf der Halbinsel herrscht nun akuter Treibstoffmangel, und auch die Stromversorgung ist beeinträchtigt. Die russischen Besatzungsbehörden reagierten umgehend, indem sie den Verkehr über die Kertsch-Brücke – die einzige direkte Verbindung nach Russland – sperrten. Bereits am 5. Juli 2023 war der Flugplatz des Militärstützpunkts 'Gwardeiskoje' beschossen worden.
Bei diesen Operationen wurde ein zentraler Energie-Knotenpunkt, die Umspannstation 'Bachtschyssaraj' mit einer Leistung von 220 kV, außer Gefecht gesetzt. Auch die Station 'Simino', die über zwei Transformatoren mit einer Gesamtkapazität von 50 MVA verfügt, wurde getroffen. Zur Einordnung: Bereits am 26. Juni 2023 hatten die Behörden auf der Krim und in Sewastopol den Notstand ausgerufen.
Expertenstimmen und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Angriffe haben die Treibstoffpreise auf der Halbinsel in die Höhe schnellen lassen. Ein Kanister Benzin kostet dort mittlerweile über 100 US-Dollar. Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine dient die Krim als wichtiger Stützpunkt für russische Truppen – ein klares Zeichen für ihre strategische Bedeutung.
Analysten bewerten die Lage wie folgt:
Refat Tschubarow erklärte: 'Die Ausschaltung beider Energiequellen bedeutet eine Schwächung der russischen Streitkräfte, die auf der besetzten Krim stationiert sind.'
Eskender Bariew fügte hinzu: 'Was die kürzlich angegriffenen Umspannwerke betrifft, so ist klar, dass ihre Reparatur Zeit in Anspruch nehmen wird.'
Nikita Kusmenko betont: 'Die Entwicklung von Drohnen und anderen modernen Waffensystemen, die heute bei den ukrainischen Streitkräften im Einsatz sind, hat den Vorteil, den Russland über Jahre aufgebaut hatte, praktisch zunichte gemacht.'
Die Lage auf der Krim bleibt angespannt. Die jüngsten Ereignisse könnten den weiteren Verlauf des Konflikts maßgeblich beeinflussen. Sie zeigen einen strategischen Ansatz der ukrainischen Seite, um die militärischen Fähigkeiten Russlands auf besetztem Gebiet zu untergraben. Angriffe auf die Energieinfrastruktur und militärische Anlagen wirken sich direkt auf die Logistik und die Kampfkraft der russischen Einheiten aus und unterstreichen die zentrale Rolle der Krim in diesem Krieg. Die weitere Entwicklung dort könnte für die strategische Planung beider Konfliktparteien entscheidend sein.
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