Drohnenangriff auf Moskauer Raffinerie: Anlage mit 140.000 Barrel Tageskapazität zerstört.
Angriff auf die Moskauer Ölraffinerie
Nach Angaben von Novyny.live: In der Nacht zum 18. Juni griffen ukrainische Drohnen die Moskauer Ölraffinerie im Stadtteil Kapotnja an. Der Angriff verursachte erhebliche Schäden an der Anlage und löste einen Großbrand aus, der mindestens fünf Brandherde umfasste.
Durch den Einschlag wurden Lagertanks für Rohöl zerstört. Auch die Primärverarbeitungsanlage AW-6 sowie weitere technische Einrichtungen wurden beschädigt. Die AW-6 verarbeitet täglich rund 140.000 Barrel Rohöl und gilt damit als zentraler Bestandteil der russischen Erdölindustrie. Zudem wurden Rohrleitungen, Hilfsaggregate und Tanks für Erdölprodukte in Mitleidenschaft gezogen. Zum Vergleich: Die Kapazität dieser Anlage entspricht etwa der Hälfte der täglichen Raffinerieleistung eines mittelgroßen europäischen Landes.
Auswirkungen auf den Kraftstoffmarkt
Durch den Angriff wurde auch das nahegelegene Einkaufszentrum 'Sadovod' beschädigt. In Russland haben bereits 7.000 von insgesamt 29.000 Tankstellen Beschränkungen für den Kraftstoffverkauf eingeführt. Angesichts des Ausmaßes der Schäden an der Raffinerie könnte sich die Lage auf dem Kraftstoffmarkt in naher Zukunft weiter zuspitzen.
Der Angriff auf die Moskauer Raffinerie ist ein wichtiger Aspekt im militärischen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, da er die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur des Gegners unterstreicht. Die Beschädigung zentraler Anlagen der Erdölindustrie kann die Energiesicherheit Russlands ernsthaft beeinträchtigen und wirtschaftliche Folgen für die Kraftstoffversorgung haben. Die Lage auf dem Kraftstoffmarkt wird vermutlich angespannt bleiben, da Verkaufsbeschränkungen zu steigenden Preisen und Engpässen an den Tankstellen führen könnten.
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