Angriff auf russische Raffinerie legt Benzinproduktion lahm: Zwei Tote.

Angriff auf russische Raffinerie legt Benzinproduktion lahm: Zwei Tote
Angriff auf russische Raffinerie legt Benzinproduktion lahm: Zwei Tote

Angriff auf die NORSI-Raffinerie

Nach Angaben von Espreso.tv: Bei einem Angriff auf die NORSI-Raffinerie in der russischen Region Nischni Nowgorod kamen zwei Menschen ums Leben. Die Beschädigung einer zentralen Anlage führte zum Stillstand der Treibstoffproduktion. Die Raffinerie liegt nahe der Stadt Kstowo, etwa 450 Kilometer östlich von Moskau, und kann jährlich bis zu 15 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Die getroffene Primärdestillationsanlage CDU-5 hat eine Kapazität von 12.000 Tonnen pro Tag.

Durch den Einschlag wurde auch die Anlage CDU-6 beschädigt, die für mehr als die Hälfte der Produktionskapazität des Werks verantwortlich ist. Bereits im Mai 2026 hatte die Raffinerie nach einem vorherigen Angriff den Betrieb einstellen müssen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Attacken ein: Zwischen Mai und Juni 2026 wurden in Russland insgesamt 16 Raffinerien getroffen. Als Reaktion darauf verhängten die Behörden in 19 Regionen des Landes Beschränkungen für den Verkauf von Benzin.

Auswirkungen auf die Ölverarbeitungsindustrie

Die NORSI-Raffinerie produziert jährlich rund fünf Millionen Tonnen Benzin und mehr als fünf Millionen Tonnen Dieselkraftstoff. Die Angriffe auf russische Raffinerien haben bereits zu Einnahmeverlusten von mindestens 18 Milliarden US-Dollar aus dem Ölgeschäft geführt, während die Rohölförderung um 15 Prozent zurückging. Erwähnenswert ist, dass die Raffinerie in Moskau frühestens 2027 wieder in Betrieb gehen kann, da der Schadensgrad bei über 90 Prozent liegt. Auch die Kujbyschew-Raffinerie in Samara stellte nach einem Angriff am 10. Juni ihren Betrieb ein.

„Eine Industrieanlage in der Region wurde beschädigt“, erklärte Gleb Nikitin mit Blick auf die Lage.

Diese Ereignisse verdeutlichen die schwerwiegenden Herausforderungen, denen sich die russische Ölindustrie angesichts wachsender Instabilität gegenübersieht.

Der Vorfall in der NORSI-Raffinerie unterstreicht die Probleme, mit denen die russische Ölbranche zu kämpfen hat – sie leidet bereits unter den Folgen mehrerer Attacken auf Schlüsselinfrastruktur. Die Einschränkungen beim Benzinverkauf in 19 Regionen deuten auf eine mögliche Verschärfung der Energiekrise hin, die schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben könnte. Zudem bergen die erhöhten Risiken für Raffinerien das Potenzial, die globalen Energiemärkte zu beeinflussen, insbesondere die Preise für Rohöl und Kraftstoffe.


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