Drohnenangriffe legen 40 Prozent von Russlands Ölexport lahm: Moskaus Milliardeneinbußen.
Ukrainische Drohnenoffensive: Jüngste Entwicklungen
Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine hat mit einer Serie von Drohnenangriffen auf russische Ölanlagen gezielt die Einnahmequellen des Kremls attackiert. Besonders betroffen sind Häfen und Raffinerien, was zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen in Russland führt. Diese Operationen laufen parallel zu den militärischen Auseinandersetzungen im Iran-Konflikt, der die globalen Ölmärkte zusätzlich belastet.
Allein in den ersten zwei Monaten des Jahres 2026 verzeichnete man über 40 ukrainische Angriffe auf russisches Territorium. Hauptziel war die Unterbrechung des Ölexports, einer entscheidenden Einnahmequelle für den russischen Staatshaushalt. So legten Attacken auf die Ölhäfen Primorsk und Ust-Luga am 23. und 25. März deren Betrieb komplett lahm. Dadurch wurden rund 40 Prozent der russischen Exportkapazitäten für Rohöl außer Gefecht gesetzt, was etwa 2 Millionen Barrel pro Tag entspricht.
Weitere Schläge trafen die Raffinerie 'Kinef', wo ein Brand ausbrach und die Anlagen AVT-4 und AVT-6 beschädigt wurden. Diese Raffinerie deckte im Jahr 2022 etwa 7 Prozent der gesamten russischen Erdölverarbeitung. Bereits am 21. März stellte die Saratow-Raffinerie von Rosneft die Ölannahme ein. Ein Angriff auf die Anlage 'Baschneft-Ufaneftechim', die rund 1.400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, unterstreicht die große Reichweite dieser Operationen.
Wirtschaftliche Folgen für Russland
Bereits vor dem iranischen Kriegseintritt am 28. Februar waren die russischen Einnahmen aus Öl- und Gasverkäufen um 47 Prozent eingebrochen. Dieser Rückgang traf eine Wirtschaft, die ohnehin mit einem Haushaltsdefizit kämpfte, das 91 Prozent des für 2026 geplanten Werts erreicht hatte. Trotz dieser Schwierigkeiten nahm Russland im März dank gestiegener Ölpreise fast 24 Milliarden Dollar ein – ein Zeichen für die angespannte Lage am Weltmarkt.
Die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Ölziele zeigen, wie stark der Krieg auch über Ressourcen geführt wird. Kiews strategisches Ziel ist es, Moskaus finanzielle Handlungsspielräume weiter einzuengen. Angesichts sinkender Einnahmen aus fossilen Brennstoffen und wachsender Haushaltslöcher könnte dies die wirtschaftliche Entwicklung Russlands nachhaltig beeinträchtigen. Vor dem Hintergrund der globalen Energiekrise haben diese Aktionen potenziell weitreichende Konsequenzen für die Märkte und die politische Stabilität in der Region.
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