Warum die Schläge auf russische Raffinerien nicht sofort die Frontlage ändern – ein Experte ordnet ein.
Militärexperte analysiert die Lage
Nach Angaben von UATV: Der Militärexperte Serhij Hrab skyj äußerte sich im Sender FREEДОМ zu den ukrainischen Angriffen auf die russische Ölinfrastruktur und deren Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen. Nach seiner Einschätzung sei bislang keine nennenswerte Veränderung der Kampfhandlungen erkennbar, wenngleich die Treibstoffkrise in Russland gewisse Vorteile für die ukrainischen Streitkräfte bringe.
Hrab skyj erläuterte, dass die russischen Truppen ihre Ressourcen – darunter auch Treibstoff – gezielt an die Front lenken. Selbst wenn man eine oder mehrere Raffinerien treffe, bedeute das nicht automatisch, dass dies unmittelbare Auswirkungen auf die Gefechte habe.
„Wenn man eine, zwei oder zehn Raffinerien getroffen hat, ist es noch zu früh, um zu sagen, dass sich das noch am selben Tag auf die Kämpfe auswirkt“, so der Experte.
Notwendigkeit einer Intensivierung der Angriffe
Er fügte hinzu, dass die Zahl der Schläge gegen russisches Territorium um das Drei- bis Fünffache gesteigert werden müsse, um eine spürbare Wirkung zu erzielen.
„Wir müssen diese Angriffe intensivieren“, betonte Hrab skyj und unterstrich die Bedeutung einer verstärkten Aktivität in diesem Bereich.
Der Experte wies zudem auf die Mentalität der russischen Besatzer hin: Diese würden „den Bedürftigen den letzten Tropfen Benzin wegnehmen … und ihn der Armee geben“. Dies zeige, dass Russland selbst inmitten einer Treibstoffkrise weiterhin seine militärischen Bedürfnisse decke.
Hrab skyj verwies außerdem auf bereits vorhandene „erste Anzeichen, die auf eine Einschränkung der Logistiklieferungen im südlichen Abschnitt hindeuten“. Dies könnte eine Folge der ukrainischen Aktionen sein. Es deute auf allmähliche Veränderungen in den logistischen Fähigkeiten des Gegners hin, doch um einen deutlichen Effekt zu erzielen, müsse die Ukraine ihre Attacken auf die russische Infrastruktur verstärken.
Die ukrainischen Schläge auf die russische Ölindustrie haben zwar keine sofortigen Veränderungen an der Front bewirkt, könnten jedoch langfristige Folgen haben, sofern ihre Intensität gesteigert wird. Während Russland weiterhin seinen militärischen Bedarf deckt, könnte die Situation im südlichen Frontabschnitt auf eine allmähliche Schwächung der feindlichen Logistik hindeuten. Dies unterstreicht die Bedeutung eines strategischen Ansatzes bei der Durchführung von Angriffen, die künftig die Kampfhandlungen beeinflussen könnten.
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