Ukraine attackiert russische Schattenflotte: Kuleba nennt genaue Zahlen getroffener Tanker.
Russlands Schattenflotte im Visier: Kiews Schläge gegen Sanktionsbrecher
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Ukraine geht gezielt gegen die russische Schattenflotte vor. Vize-Premier Oleksij Kuleba erklärte, dass sein Land im Jahr 2025 rund zehn Schiffe getroffen habe, die unter Sanktionen stehen. Gleichzeitig wirft er Moskau vor, seit Beginn des Großangriffs über 200 Handelsschiffe attackiert zu haben – eine Entwicklung, die internationale Besorgnis auslöst. Diese Angriffe werfen die Frage auf, ob die Aktivitäten dieser Tanker wirklich als normale Geschäftsvorgänge gelten können.
Angriffswelle und internationale Reaktionen
Anfang Juni wandte sich Russland an die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO). Kuleba betonte, dass es berechtigte Zweifel gebe, ob man die Einsätze dieser Schiffe weiterhin als rein kommerzielle Unternehmungen einstufen könne. Die russischen Öl- und Gastransporter seien essenziell für die Haushaltseinnahmen des Landes und die Finanzierung seines Krieges, so der Vizepremier.
Zu den russischen Attacken zählt unter anderem der Fall des Tankers „Arctic Metagaz“, der im März das Mittelmeer befuhr. Insgesamt wurden 59 Frachter angegriffen, darunter das türkische Schiff „MV Victress“ und das deutsche Schiff „Helga“, das 25.000 Tonnen Mais nach Tschornomorsk transportierte. Kuleba bezeichnete diese Vorfälle als weiteren Beweis für die Missachtung des humanitären Völkerrechts, der Seevölkerrechts und der Sicherheit der Handelsschifffahrt durch Russland.
Als Reaktion plant die Europäische Union ein 21. Sanktionspaket gegen Russland. Dieses Paket sieht unter anderem eine Preisobergrenze von 60 Dollar pro Barrel für russisches Öl vor. Die Schattenflotte – ein Netzwerk aus alten, meist nicht versicherten Tankern – bleibt damit im Fokus internationaler Kritik und Ermittlungen.
Die Lage um die russische Schattenflotte und die Angriffe auf Handelsschiffe verdeutlicht die Eskalation im Schwarzmeerraum und die Herausforderungen für die Weltgemeinschaft. Russlands Verstöße gegen internationale Regeln zeigen, wie wichtig eine verstärkte Koordination ist, um die Sicherheit der Seewege zu gewährleisten. Die neuen EU-Sanktionen könnten ein entscheidender Schritt sein, um der Aggression entgegenzutreten und die Ukraine in ihrem Kampf um Souveränität zu unterstützen.
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