EU-Gipfel: Ungarn blockiert 90 Milliarden Euro für Ukraine – Streit um Pipeline „Druschba“ eskaliert.

EU-Gipfel: Ungarn blockiert 90 Milliarden Euro für Ukraine – Streit um Pipeline „Druschba“ eskaliert
EU-Gipfel: Ungarn blockiert 90 Milliarden Euro für Ukraine – Streit um Pipeline „Druschba“ eskaliert

Gipfeltreffen der EU-Staatschefs in Brüssel

Nach Angaben von UATV: Am 19. März 2026 kamen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Brüssel zusammen. Auf der Agenda stand die Freigabe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Doch dieses Vorhaben wird derzeit von Ungarn blockiert. Grund dafür sind Auseinandersetzungen um die Reparatur der Ölpipeline „Druschba“. Diese war am 27. Januar 2026 durch einen russischen Beschuss beschädigt worden. Infolgedessen kam der Öltransport nach Ungarn und in die Slowakei vollständig zum Erliegen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies Vorwürfe zurück, sein Land behindere den Transit von russischem Öl. Er betonte: „Die Ukraine ist ein verlässlicher Energiepartner für die Europäische Union.“ Gleichzeitig erklärte Ungarns Außenminister Péter Szijjártó unmissverständlich:

„Wir werden weder für den Militärkredit über 90 Milliarden Euro noch für irgendeine andere finanzielle Unterstützung der Ukraine stimmen.“

Suche nach Auswegen: Alternativen zur Pipeline

Die Probleme mit der „Druschba“-Pipeline haben zudem eine Debatte über alternative Versorgungswege ausgelöst. So könnte die Pumpstation in Brody in etwa anderthalb Monaten wieder in Betrieb genommen werden. Kroatien hat sich zudem bereit erklärt, Ungarn und die Slowakei über seine eigene Pipeline mit Öl zu beliefern. Der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker forderte Ungarn auf, die Blockade der Ukraine-Hilfen zu beenden. Er stellte klar:

„Die Energiesicherheit Ungarns darf nicht als Vorwand für politische Machtspiele dienen.“

Der Streit um die „Druschba“-Pipeline bleibt ein zentrales Thema, denn daran hängen nicht nur die Energieversorgung einzelner Länder, sondern auch die Unterstützung der Ukraine durch die Europäische Union. Dieser Fall verdeutlicht einmal mehr, wie eng Energieabhängigkeit und geopolitische Interessen in der Region miteinander verwoben sind. Der weitere Verlauf der Ereignisse könnte sowohl über die milliardenschwere Finanzhilfe für Kiew als auch über die Stabilität der Energieflüsse in Osteuropa entscheiden.


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