EU-Beitrittsgespräche: Ungarn gibt grünes Licht für sechstes Verhandlungskapitel.
Annäherung zwischen der EU sowie der Ukraine und Moldau
Nach Angaben von Espreso.tv: Die ungarische Regierung hat zugestimmt, ein offizielles Schreiben an Kiew und Chisinau zu senden. Damit wird der Weg für das sechste Verhandlungskapitel frei, das die Außenbeziehungen betrifft. Dies bedeutet eine leichte Lockerung des ungarischen Widerstands. Dennoch blockiert Budapest weiterhin den Start der Verfahren für die übrigen vier Themenbereiche der Beitrittsverhandlungen.
Dieses sechste Kapitel umfasst zentrale Felder wie die Außen- und Sicherheitspolitik, die Handelspolitik sowie die Beziehungen zu Drittstaaten. Die Eröffnung dieser Verhandlungsrunde ist für den 14. Juli anberaumt. Bereits am 8. Juni reiste die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos nach Kiew – ein deutliches Zeichen für die Intensivierung des Dialogs zwischen der Europäischen Union, der Ukraine und Moldau.
Regierungskonferenz und nächste Schritte
Am 15. Juni tagte die Regierungskonferenz, auf der die Verhandlungen über das erste Kapitel des EU-Rechts offiziell eröffnet wurden. Dieses trägt den Namen 'Grundlagen'. Möglich wurde dieser Schritt durch einen einstimmigen Beschluss der EU-Mitgliedstaaten, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 12. Juni verkündete.
Ursula von der Leyen betonte: 'Die Europäische Union geht nun zu einem individuellen Ansatz für die Ukraine und Moldau über.'
Trotz dieser Zugeständnisse aus Ungarn bleibt der Verhandlungsprozess also eingeschränkt. Es ist weiterhin intensive Abstimmung mit allen Beteiligten nötig, um Fortschritte zu erzielen.
Die Öffnung des sechsten Verhandlungskapitels ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Ukraine und Moldaus in die Europäische Union, speziell in den Bereichen Außenpolitik und Sicherheit. Die verstärkte Kommunikation mit der EU-Kommissarin zeigt die Bereitschaft der EU, diese Länder auf ihrem Weg zur europäischen Integration zu unterstützen – auch wenn die ungarische Position noch nicht vollständig geklärt ist. Die anstehenden Gespräche könnten richtungsweisend für die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU, der Ukraine und Moldau sein und zur Stabilität in der Region beitragen.
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