Ungarn leitet Ermittlungen wegen Hochverrats gegen Ex-Außenminister Szijjártó ein – Russland-Verbindungen im Fokus.

Ungarn leitet Ermittlungen wegen Hochverrats gegen Ex-Außenminister Szijjártó ein – Russland-Verbindungen im Fokus
Ungarn leitet Ermittlungen wegen Hochverrats gegen Ex-Außenminister Szijjártó ein – Russland-Verbindungen im Fokus

Ermittlungen zu Péter Szijjártós Russland-Kontakten

Nach Angaben von UATV: In Ungarn steht der frühere Außenminister Péter Szijjártó unter dem Verdacht des Hochverrats. Auslöser ist ein Skandal um durchgesickerte Audioaufnahmen, in denen er über Möglichkeiten spricht, die EU-Sanktionen gegen Russland zu lockern. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar bestätigte die Ermittlungen und sorgte damit für erhebliche öffentliche und internationale Aufmerksamkeit. Szijjártó soll demnach eng mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zusammengearbeitet haben – sogar nach Beginn der Invasion in der Ukraine.

Die aufgezeichneten Gespräche, die bereits Anfang des Jahres bekannt wurden, zeigen, wie Szijjártó mit seinem russischen Amtskollegen über EU-Treffen und eine mögliche Aufweichung der Sanktionen gegen Moskau diskutierte. Dies weckt den Verdacht, dass er ungarische und europäische Interessen verraten haben könnte. Nach dem Regierungswechsel in Ungarn leitete die neue Führung unter Magyar ein Verfahren gegen den Ex-Minister ein. Dabei wird auch das von Viktor Orbán aufgebaute Netzwerk pro-russischer Verbindungen systematisch abgebaut.

'Ungarn muss das Vertrauen seiner Verbündeten zurückgewinnen. Was Russland betrifft, schließen wir die Tür vor ihnen.' Romulus Rusin-Szendi

Oleksandr Levchenko ergänzte: 'Nach und nach wurden die ersten russischen Spione aus Budapest ausgewiesen.' Diese Aussagen verdeutlichen den außenpolitischen Kurswechsel Ungarns unter der neuen Regierung.

Politische Neuausrichtung und Konsequenzen

Bereits am 13. Juli 2023 hatte das ungarische Parlament weitreichende Verfassungsänderungen verabschiedet, die von Ministerpräsident Magyar vorgeschlagen wurden und die politische Entwicklung des Landes nachhaltig beeinflussen könnten. Die Ermittlungen gegen Szijjártó und seine Russland-Kontakte laufen weiter. Ihre Ergebnisse könnten entscheidend für die künftige Ausrichtung der ungarischen Politik gegenüber der EU und Russland sein. Dieser Fall zeigt, wie tief die innen- und außenpolitischen Veränderungen in Ungarn greifen, während die neue Regierung versucht, sich von den pro-russischen Praktiken ihres Vorgängers zu distanzieren.

Der Ausgang der Untersuchung und die daraus folgenden Schritte könnten die Beziehungen des Landes zur Europäischen Union sowie seine Sicherheitspolitik angesichts der angespannten internationalen Lage maßgeblich beeinflussen. Beobachter weisen darauf hin, dass die Entwicklungen in Ungarn auch Signalwirkung für andere Staaten der Region haben könnten, die unter russischem Druck nach Wegen suchen, ihre Positionen in der NATO und der EU zu stärken.


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