Ungarns Außenminister lehnt Dankesschuld gegenüber der Ukraine ab.

Ungarns Außenminister lehnt Dankesschuld gegenüber der Ukraine ab
Ungarns Außenminister lehnt Dankesschuld gegenüber der Ukraine ab

Kontroverse Aussagen des ungarischen Außenministers

Nach Angaben von TSN.ua: In einem Interview mit CNN hat Ungarns Außenminister Péter Szijjártó mit mehreren Äußerungen über die Ukraine für internationale Empörung gesorgt. Er wies die Vorstellung einer Dankesschuld gegenüber Kiew entschieden zurück. Szijjártó erklärte,

„Wir halten es für eine große Lüge, wenn ukrainische und europäische Führungspersonen behaupten, die Ukraine verteidige Europa“
.

Er betonte zudem, die Russische Föderation habe keinen Mitgliedstaat der Europäischen Union angegriffen. Diese Aussagen werfen Fragen zur Position Ungarns im Kontext des aktuellen Krieges auf. Der Minister bezeichnete darüber hinaus die Mobilisierung in der Ukraine als ‚zwanghaft‘.

Persönlicher Angriff auf ukrainische Sportlerin

Szijjártó ging im Gespräch auch persönlich auf die ukrainische Tennisspielerin Alexandra Oliynikova ein, was sein emotionales Verhältnis zur Lage offenbarte. Er stellte klar:

„Das ist ihr Krieg, nicht unserer“
. Da die Ukraine sich selbst und nicht Ungarn verteidige, gebe es für Budapest keine Verpflichtung zur Dankbarkeit.

Diese Äußerungen unterstreichen die angespannten Beziehungen zwischen Budapest und Kiew. Sie verdeutlichen, wie sehr sich die Haltung der ungarischen Regierung von den gemeinsamen europäischen Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine unterscheidet. Die ungarische Position ist vor dem Hintergrund historischer und energiepolitischer Bindungen an Russland zu sehen. Die scharfe Rhetorik aus Budapest erschwert nicht nur den Dialog mit Kiew, sondern könnte auch das Vertrauen anderer EU-Partner in die europäische Solidarität beeinträchtigen.


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