Rekordandrang in Kiewer U-Bahn: Diese Stationen dienen als Schutzbunker.
Wie viele U-Bahn-Stationen in Kiew als Schutzräume genutzt werden
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Sprecherin der Kiewer Metro, Oksana Nykyforuk, hat über die aktuelle Auslastung der Stationen während des groß angelegten Krieges informiert. Demnach fungieren insgesamt 46 U-Bahnhöfe als Schutzräume. Sechs Stationen können dagegen nicht als Zufluchtsorte genutzt werden, da sie oberirdisch liegen. Die Sprecherin berichtete auch über Probleme mit Staubablagerungen in den Anlagen.
Laut Nykyforuk verzeichnet die Metro derzeit eine der höchsten Fahrgastzahlen seit Beginn der Vollinvasion. Dies zeige, wie stark die Menschen in Alarmzeiten auf die U-Bahn angewiesen seien. Gleichzeitig wies sie auf technische Schwierigkeiten hin. So wurde am 3. Juni bekanntgegeben, dass die Kiewer U-Bahn während eines Luftalarms keine Fahrgäste mehr in die Züge lassen kann, weil Wartungsarbeiten durchgeführt werden.
Herausforderungen bei der Belüftung und Sicherheitsfragen
Zudem äußerte sich Oksana Nykyforuk zum Thema Staub in den Stationen. Für eine vollständige Reinigung der Luft und Wiederherstellung einer normalen Belüftung seien etwa 15 bis 20 Minuten nötig. Dies unterstreiche, wie wichtig die technische Instandhaltung der Stationen ist, besonders bei hoher Auslastung.
Besonders stark frequentierte Stationen sind unter anderem:
- Zoloti Vorota (Goldenes Tor)
- Chreschtschatyk
- Maidan Nesaleschnosti (Unabhängigkeitsplatz)
- Ploschtscha ukrajinskich herojiw (Platz der ukrainischen Helden)
Diese Zahlen belegen, wie intensiv die Passagiere die U-Bahn nutzen. Die Situation um die Schutzräume und die Wartung wirft weiterhin Fragen zur Sicherheit und zum Komfort aller Fahrgäste auf, die diese unterirdischen Strecken nutzen.
Die aktuellen Daten verdeutlichen die zentrale Bedeutung der Metro sowohl als öffentliches Verkehrsmittel als auch als Schutzraum in Notlagen. Die hohe Fahrgastaktivität zeigt, wie abhängig die Bewohner Kiews von diesem Verkehrssystem sind – insbesondere während des Krieges. Gleichzeitig können die technischen Probleme, mit denen die U-Bahn konfrontiert ist, die Sicherheit und den Komfort der Fahrgäste beeinträchtigen, weshalb die zuständigen Behörden dringend Lösungen finden müssen.
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