Falschmeldung über Stromexporte: Ukraine beliefert EU nicht kommerziell.
Gerüchte über ukrainischen Stromexport in die EU
Nach Angaben von TSN.ua: In sozialen Netzwerken kursiert derzeit die Behauptung, die Ukraine verkaufe Strom gewinnbringend an die Europäische Union. Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (ЦПД) hat diese Falschmeldung jedoch klar widerlegt. Demnach wird der gesamte in der Ukraine produzierte Strom ausschließlich für die Deckung des eigenen, nationalen Bedarfs verwendet. Ein Energiedefizit ist aufgrund der fortlaufenden russischen Angriffe auf Wärme- und Wasserkraftwerke weiterhin Realität.
Technische Netzkupplung, kein Handelsgeschäft
Die Angriffe der Russischen Föderation auf zentrale Erzeugungsanlagen haben zu diesem Engpass im ukrainischen Energiesystem geführt. Experten weisen darauf hin, dass das ukrainische Netz zwar Teil des europäischen Verbundnetzes ENTSO-E ist. Die dabei stattfindenden physikalischen Energieflüsse dienen jedoch ausschließlich der technischen Stabilisierung von Frequenz und Spannung im Gesamtnetz. Es handelt sich dabei nicht um kommerzielle Exporte.
«Diese Fakten unterstreichen, wie wichtig es ist, die eigene Stromversorgung in der Ukraine aufrechtzuerhalten» - Viktoriia Voitsitska.
Die Expertin Viktoriia Voitsitska warnte zudem vor möglichen Versorgungsproblemen in Kiew, sollten weitere Schlüsselkraftwerke zerstört werden. Angesichts der akuten Mangellage ist von Stromexporten in EU-Länder also keine Rede. Die Stabilität des Energiesystems ist unter Kriegsbedingungen eine Überlebensfrage. Die Widerlegung der Falschmeldung macht deutlich, dass das ukrainische Netz derzeit auf interne Stützung und Schutz angewiesen ist. Internationale Unterstützung sollte sich daher vorrangig auf die Verbesserung seiner Widerstandsfähigkeit konzentrieren, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft zu sichern.
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