Ukraine reformiert Taximarkt: Neue Regeln für Fahrer und hohe Strafen.
Taxibranche vor umfassender Reform
Nach Angaben von Novyny.live: Das ukrainische Ministerium für Gemeinschafts- und Territorialentwicklung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Taximarkt grundlegend neu ordnen soll. Kernpunkte sind eine verpflichtende Zertifizierung für Fahrer, erweiterte Befugnisse für Aufsichtsbehörden und strengere Auflagen für Anbieter. Ziel der Maßnahmen ist eine deutliche Steigerung der Servicequalität und der Verkehrssicherheit.
Wer künftig ein Taxi steuern darf
Die neuen Voraussetzungen für Taxifahrer sind klar definiert. Bewerber müssen:
- mindestens 20 Jahre alt sein;
- über einen Führerschein der Klasse B verfügen;
- ein jährliches medizinisches Gutachten vorlegen;
- innerhalb eines Jahres nicht mehr als fünf Verkehrsverstöße begangen haben;
- strafrechtlich nicht vorbestraft sein.
Diese Hürden sollen ein höheres Maß an Verantwortungsbewusstsein und Professionalität im Berufsstand gewährleisten.
Auflagen für Anbieter und Fahrzeuge
Taxifahrer müssen künftig in einem offiziellen Arbeitsverhältnis angestellt sein. Das Zertifikat für Fahrer kostet derzeit 3328 Hrywnja und ist zwei Jahre lang gültig. Diese Regelung soll die Kontrolle über die Anbieter verbessern und einen einheitlichen Service-Standard etablieren.
Bußgelder bei Verstößen
Der Gesetzentwurf sieht empfindliche Sanktionen für Verstöße gegen die neuen Regeln vor:
- 8500 Hrywnja Strafe bei fehlender oder falscher Fahrzeugkennzeichnung.
- 17.000 Hrywnja, wenn ein Fahrer ohne gültige Berechtigung Fahrten annimmt.
- 34.000 Hrywnja bei Nichteinhaltung der technischen Vorgaben für die Buchungsplattform.
Der Entwurf liegt derzeit der Staatlichen Regulierungsbehörde zur Abstimmung vor. Seine Umsetzung könnte den ukrainischen Taximarkt erheblich verändern und für mehr Sicherheit sowie bessere Qualität sorgen. Die Reform zielt darauf ab, durch schärfere Kontrollen und Zertifizierungen die Zahl der Unfälle zu senken und den Service zu verbessern. Die hohen Strafen sollen zudem ein wirksames Mittel gegen illegale Beförderungsdienste sein und die Verantwortung von Fahrern und Unternehmen stärken. Diese Neuerungen markieren einen wichtigen Schritt für die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur des Landes.
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