Ukraine holt über 2000 Kinder zurück – doch Hunderttausende bleiben in Russlands Hand.
Erfolge und anhaltende Not
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez berichtet von einem kleinen Erfolg im Kampf um die verschleppten Minderjährigen: Bislang konnten 2003 Kinder, die von russischen Truppen entführt wurden, in die Ukraine zurückkehren. Diese Zahl steht jedoch in schockierendem Kontrast zu der Gesamtdimension des Verbrechens. Nach wie vor befinden sich mehr als 700.000 ukrainische Kinder in den von Russland besetzten Gebieten oder wurden auf das russische Staatsgebiet verbracht. Diese systematischen Deportationen sind ein zentraler Kriegsbestandteil des Kremls.
Zahlen, die die Dimension des Verbrechens zeigen
Lubinez legte präzise Zahlen vor, die das Ausmaß der Verschleppungen offenlegen: Vor der Besetzung lebten 1,6 Millionen Kinder in den betroffenen Gebieten. Davon hat Russland mittlerweile 744.000 Kinder offiziell als ukrainische Staatsbürger anerkannt, die sich auf seinem Hoheitsgebiet aufhalten. Der Verbleib der übrigen ist oft unklar. Immerhin konnte der Aufenthaltsort von etwa 20.000 deportierten Kindern ermittelt werden. Zuletzt kehrten am 13. Februar dieses Jahres fünf Kinder im Alter von vier bis fünfzehn Jahren zurück.
„Die erste Zahl, 1,6 Millionen, ist die Anzahl der ukrainischen Kinder, die vor der Besetzung in den jetzt okkupierten Gebieten lebten. Die nächste Zahl, 744.000, ist die Anzahl der Kinder, die die Russische Föderation offiziell als ukrainische Kinder auf ihrem Territorium anerkennt“, betonte Dmytro Lubinez.
Der Ombudsmann machte die menschenverachtende Motivation des Aggressors deutlich: „Ich werde nicht bei dem verweilen, was allen klar ist: Die Haltung Russlands gegenüber ukrainischen Kindern ist die Haltung gegenüber einer Ressource, einer mobilisierbaren militärischen Ressource. Alle ukrainischen Kinder sollen in Zukunft russische Soldaten werden.“ Vor diesem Hintergrund bleibt die Situation der Kinder in den besetzten Gebieten kritisch. Jede Rückführung ist ein entscheidender Schritt im Kampf um ihre Rechte und ihre Sicherheit.
Die Rückholaktionen sind ein zentraler, wenn auch mühsamer Teil der ukrainischen Bemühungen, die Rechte der Kinder zu schützen. Die enorme Zahl derjenigen, die noch in der Gewalt Russlands sind, unterstreicht die gewaltige Herausforderung, vor der die Ukraine steht. Diese Vorgänge haben international zu scharfer Kritik geführt und lenken den Blick auf die dringende Notwendigkeit eines globalen Schutzes für die deportierten ukrainischen Kinder.
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