Drei Regionen starten Bestandsaufnahme für Wohnraum von Vertriebenen.
Leerstehende Gebäude sollen Vertriebenen als Wohnraum dienen
Nach Angaben von TSN.ua: Um bezahlbaren Wohnraum für Binnenvertriebene zu schaffen, startet die Ukraine eine landesweite Bestandsaufnahme leerstehender Gebäude. Das Ministerium für Gemeinden und Territorienentwicklung der Ukraine führt dieses Projekt gemeinsam mit der Organisation Habitat for Humanity durch. Ziel ist es, freistehende Immobilien zu Wohnraum für Vertriebene umzubauen. Der Startschuss fällt im Februar 2023, zunächst in den drei Regionen Kiew, Iwano-Frankiwsk und Poltawa.
Grundlage der Initiative ist das Gesetz Nr. 4080. Im Rahmen des Projekts sollen 60 bis 70 Gebäude identifiziert werden, die für die Bedürfnisse der Vertriebenen umgebaut werden können. Teil des Programms ist auch der Start eines digitalen Informations- und Analysesystems für den Wohnungsmarkt, das für Oktober 2026 geplant ist. Dieses System soll die Überwachung und Verwaltung von Wohnressourcen für Binnenvertriebene erheblich vereinfachen. Solche digitalen Werkzeuge sind für ein effizientes Krisenmanagement unerlässlich.
Weitere Maßnahmen zur Wohnraumversorgung
Ergänzend dazu gibt es weitere Instrumente: So existiert ein Programm für Wohnungsgutscheine im Wert von 2 Millionen Hrywnja speziell für vertriebene Kriegsveteranen. Die Mittel aus diesen Gutscheinen werden bargeldlos an den Verkäufer oder die Bank des Verkäufers ausgezahlt, um den Erwerb von Wohnraum für diese Bevölkerungsgruppe zu erleichtern.
Der Projektplan sieht für Februar und März 2023 die Auswahl der Immobilien und Vor-Ort-Begehungen vor. In den Monaten April und Mai sollen dann detaillierte Investitionsvorschläge für die ausgewählten Gebäude erarbeitet werden. Natalija Koslowska, eine Vertreterin der Initiative, betonte:
„Wir betrachten Pilotprojekte für Sozialwohnungen unter Einbeziehung von Gemeinden, internationalen Gebern und Wohltätigkeitsorganisationen als wichtige Testmodelle.“ - Natalija Koslowska
Diese Initiative markiert einen wichtigen Schritt zur Lösung der akuten Wohnungsfrage für Binnenvertriebene in der Ukraine, die durch den anhaltenden Konflikt dramatisch verschärft wurde.
Der Start des Projekts unterstreicht die Bemühungen der ukrainischen Regierung, die Wohnungsprobleme der Vertriebenen anzugehen. Die Einbindung internationaler Organisationen wie Habitat for Humanity zeigt, wie wichtig partnerschaftliche Zusammenarbeit ist, um nachhaltige Lösungen für die Wohnbedürfnisse der vom Krieg betroffenen Bevölkerung zu finden.
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