Gemeinsam forschen in Eis und Schnee: Ukraine und Polen starten geophysikalisches Projekt in der Arktis und Antarktis.
Neue Partnerschaft für geophysikalische Forschung
Nach Angaben von Espreso.tv: Das Nationale Antarktische Wissenschaftszentrum der Ukraine (NASC) und das Institut für Geophysik der Polnischen Akademie der Wissenschaften haben eine Vereinbarung unterzeichnet. Diese sieht gemeinsame geophysikalische Forschungen in den Jahren 2026 und 2027 vor. Die Arbeiten werden auf der polnischen Station 'Hornsund' auf Spitzbergen (Svalbard) in der Arktis sowie auf der ukrainischen Station 'Akademik Vernadsky' in der Antarktis durchgeführt. Der Vertrag wurde in Warschau besiegelt.
Bereits im Spätsommer 2023 werden zwei ukrainische Geophysiker, Jurij Sumaruk und Anton Kuschnir, in die Arktis aufbrechen. Der Direktor des NASC, Oleksandr Dykyj, kommentierte die Zusammenarbeit mit einem Augenzwinkern:
„Nicht nur Störungen können bipolar sein, sondern auch Forschungsprojekte“. Er fügte hinzu:
„Ich freue mich aufrichtig, dass wir mit unseren polnischen Kollegen nach vorne schauen und nicht zurück“. Dykyj bezeichnete das Abkommen zudem als ein 'Fenster der Ukraine zur Arktis'.
Wissenschaftliche Horizonte erweitern
Durch die Kooperation zwischen der Ukraine und Polen entstehen neue Perspektiven für die geophysikalische Forschung. Dies ist besonders relevant für die Untersuchung des Klimawandels und anderer ökologischer Fragestellungen. Die gemeinsame Arbeit auf beiden Polarstationen ermöglicht einen einzigartigen Vergleich der geophysikalischen Prozesse in der Arktis und Antarktis.
Die Vereinbarung unterstreicht das Bestreben der Ukraine, sich stärker in die internationale Wissenschaftsgemeinschaft zu integrieren und einen Beitrag zu globalen Umweltdebatten zu leisten. Die Zusammenarbeit mit polnischen Forschern stärkt nicht nur das wissenschaftliche Potenzial beider Nationen, sondern zeigt auch, wie wichtig gemeinsame Anstrengungen im Kampf gegen die immer spürbareren Folgen des Klimawandels sind.
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