Fünffach günstiger als Patriot: Ukraine testet neues Raketenabwehrsystem.
Innovativer Ansatz zur Abwehr ballistischer Bedrohungen
Nach Angaben von Espreso.tv: Das ukrainische Unternehmen Fire Point hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Seine neuartige Abwehrplattform FP-7.x absolvierte in der vergangenen Woche erfolgreich ihren ersten Testflug. Die Technologie ist darauf ausgelegt, ballistische Raketen und Drohnen in einer Höhe von bis zu rund 25 Kilometern zu eliminieren.
Der Mitgründer der Firma, Denys Schtillermann, erläuterte in einem Gespräch mit der Financial Times den entscheidenden Kostenvorteil der Entwicklung:
„Ein einzelner Abfangjäger schlägt mit etwa 700.000 Dollar zu Buche, während eine PAC-3-Rakete des Patriot-Systems rund 3,8 Millionen Dollar kostet.“ - Denys Schtillermann
Für die Serienfertigung, deren Start für August 2023 anvisiert ist, sind jedoch noch Infrarot-Suchköpfe des deutschen Zulieferers Diehl Defence erforderlich. Ohne diese Komponente kann das Projekt nicht abgeschlossen werden.
Potenzielle Neuordnung der Rüstungsindustrie
Sollte die FP-7.x in Serie gehen, könnte sie die Kostenstruktur der Luftverteidigung grundlegend verändern. Vor dem Hintergrund weltweit steigender Spannungen und des wachsenden Bedarfs an Abwehrsystemen wäre das ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Sicherheitsarchitektur. Die Abhängigkeit von internationalen Partnern wie Diehl Defence bleibt jedoch ein kritischer Faktor, der den Zeitplan des Vorhabens maßgeblich beeinflussen könnte.
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