Vor drei Jahren sperrte die Ukraine den Kertsch-Jenikalski-Kanal – welche Folgen das für Russlands Nachschub hat.

Vor drei Jahren sperrte die Ukraine den Kertsch-Jenikalski-Kanal – welche Folgen das für Russlands Nachschub hat
Vor drei Jahren sperrte die Ukraine den Kertsch-Jenikalski-Kanal – welche Folgen das für Russlands Nachschub hat

Die Schließung des Kertsch-Jenikalski-Kanals und ihre Auswirkungen

Nach Angaben von UATV: Vor drei Jahren blockierte die Ukraine die Durchfahrt durch den Kertsch-Jenikalski-Kanal. Dies hatte schwerwiegende Konsequenzen für die Versorgungswege der russischen Streitkräfte auf der Krim. Der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, erklärte, dass die Sperrung die Lage bei der Materialversorgung der russischen Soldaten deutlich verschlechtert habe. Zudem wird hervorgehoben, dass Angriffe auf russische Tanker im Asowschen Meer die militärischen Kapazitäten des Gegners weiter schwächen.

Auswirkungen auf Wirtschaft und Kriegsführung

Laut Pletenchuk exportierte die Region Asow-Schwarzes Meer früher mehr als 20 Prozent des Erdöls. Nach der Schließung des Kanals habe sich die Lage jedoch grundlegend verändert. Die ukrainischen Verteidigungskräfte trafen am 16. Juli acht feindliche Schiffe, ein Tanklager sowie mehrere Brücken, was die Logistik der russischen Armee zusätzlich erschwerte. Diese Aktionen verdeutlichen, wie verwundbar die russische Versorgungskette inzwischen ist.

„Öl ist das Blut des Krieges und das Blut der Wirtschaft – sowohl innerhalb Russlands als auch darüber hinaus“ – Dmytro Pletenchuk

Pletenchuk betonte, dass die „Verwundbarkeit des Landkorridors“ darin bestehe, dass er näher an der Frontlinie liege, was der Ukraine mehr Angriffsmöglichkeiten biete. Somit sei die Sperrung der Durchfahrt durch den Kertsch-Jenikalski-Kanal zu einem gewichtigen Faktor bei der Schwächung des militärisch-industriellen Potenzials Russlands geworden. Dies wiederum schmälere die Fähigkeit Moskaus, in der Region militärisch zu agieren.

Die Situation zeigt, wie entscheidend die Kontrolle über wichtige Wasserwege in bewaffneten Konflikten ist. Sie verdeutlicht auch die möglichen wirtschaftlichen Folgen für den Aggressorstaat. Der eingeschränkte Zugang zu Ressourcen wie Öl könnte Russlands strategische Entscheidungen in der Region beeinflussen. Im anhaltenden Krieg wird die Sicherung solcher Routen für die ukrainische Verteidigung zu einer Priorität.


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