Lizenz für PAC-3-Raketenproduktion: Ukraine vor möglichem Durchbruch.

Lizenz für PAC-3-Raketenproduktion: Ukraine vor möglichem Durchbruch
Lizenz für PAC-3-Raketenproduktion: Ukraine vor möglichem Durchbruch

Gespräche über die Fertigung von PAC-3-Raketen in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Generalmajor Wolodymyr Hawrylow, von 2022 bis 2023 stellvertretender Verteidigungsminister, hat die Möglichkeit erörtert, PAC-3-Raketen in der Ukraine zu produzieren. Dabei steht eine Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, insbesondere Deutschland, im Fokus. Hawrylow betonte, wie wichtig es sei, Partnerschaften mit deutschen Unternehmen aufzubauen, um moderne Raketensysteme fertigen zu können. Zum Kontext: Die Ukraine strebt danach, ihre Rüstungsindustrie zu stärken und sich von ausländischen Lieferungen unabhängiger zu machen.

Der Abfangjäger PAC-3 gilt als eines der anspruchsvollsten Waffensysteme weltweit. Hawrylow stellte klar:

„Wir müssen realistisch bleiben, denn der PAC-3-Abfangjäger ist einer der komplexesten der Welt.“ – Wolodymyr Hawrylow

Sollte es gelingen, über die deutsche Regierung eine Partnerschaft mit einem deutschen Unternehmen zu etablieren, könnten ukrainische Fachkräfte in die Fertigung der PAC-3 einsteigen. Hawrylow erklärte:

„Wenn wir über die deutsche Regierung eine Partnerschaft mit einem deutschen Unternehmen haben, können wir auf diesen Produktionskapazitäten unter Beteiligung ukrainischer Spezialisten die Fertigung der PAC-3 aufbauen.“ – Wolodymyr Hawrylow

Aussichten auf eine Fertigungslizenz

Hawrylow wies zudem auf die Möglichkeit hin, eine Lizenz zur Raketenproduktion zu erhalten. Er erinnerte daran, dass Frankreichs Präsident mit Wolodymyr Selenskyj eine Vereinbarung über die Lizenzfertigung von Raketen für die Ukraine getroffen hat. „Sollte die politische Entscheidung, die Trump zur Übergabe einer Lizenz für die PAC-3 angekündigt hat, per Dekret oder anderem Dokument formalisiert werden, wäre das ein gewaltiger Durchbruch“, fasste der Generalmajor zusammen.

Interessant ist, dass Japan die PAC-3 bereits unter einer Lizenz des Unternehmens Mitsubishi herstellt, während Boeing die Zielsuchköpfe für die Raketen liefert. Deutschland wiederum hat Erfahrung mit der Produktion der PAC-2 für das Patriot-System, was neue Wege für die Kooperation in der Rüstungstechnologie eröffnet.

Die Diskussionen über die PAC-3-Fertigung in der Ukraine und die mögliche Zusammenarbeit mit Deutschland unterstreichen den strategischen Kurs des Landes, seine Verteidigungsfähigkeiten angesichts aktueller Herausforderungen zu stärken. Ein erfolgreiches Projekt könnte nicht nur die ukrainische Sicherheit erhöhen, sondern auch die technologische Partnerschaft mit europäischen Verbündeten vertiefen. Die Bedeutung einer solchen Lizenz zeigt zudem, wie sich internationale Beziehungen wandeln könnten – mit direkten Auswirkungen auf die regionale Sicherheitslage.


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