Neue Ära für die ukrainische Armee: Gehälter bis zu 460.000 und flexiblere Verträge.
Umfassende Reform des Militärdienstes in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Die Ukraine startet die erste Phase einer weitreichenden Reform ihrer Streitkräfte. Ziel ist es, den Dienst attraktiver zu gestalten und die Effizienz zu steigern. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow stellte die Kernpunkte vor: neue Vertragsmodelle, deutliche Gehaltserhöhungen, garantierte Freistellungen nach der Dienstzeit und einfachere Versetzungen zwischen Einheiten.
Drei neue Vertragsarten und höhere Bezahlung
Ein zentrales Element ist der Infanterie- und Sturmvertrag. Dessen Laufzeit variiert je nach Status:
- 14 Monate für Zivilisten,
- 10 Monate für aktive Soldaten,
- 6 Monate für ehemalige Soldaten.
Zusätzlich wird ein 24-monatiger Kampfvertrag für Drohnenpiloten, Artilleristen und andere Spezialisten eingeführt. Ein Basisvertrag über ebenfalls 24 Monate richtet sich an Soldaten in Logistik und Technik.
Die Gehaltsstruktur wird grundlegend überarbeitet. Ein Infanterist verdient künftig durchschnittlich 300.000 Hrywnja pro Monat, Spitzenwerte liegen bei 460.000 Hrywnja. Für Soldaten im rückwärtigen Bereich ist eine Mindestvergütung von 30.000 Hrywnja geplant. Ein wichtiger Anreiz: Nach Vertragsende gibt es eine garantierte Auszeit von der Mobilmachung, was die Bereitschaft zum Dienst erhöhen soll.
Im Rahmen der Reform will die Regierung verstärkt ausländische Freiwillige für die ukrainischen Streitkräfte anwerben. Schätzungen zufolge könnten 30 bis 50 Prozent der Stellen für Sturmsoldaten und Infanteristen von Ausländern besetzt werden. Diese Maßnahmen sollen die personelle Lücke schließen und die Schlagkraft der Armee insgesamt verbessern.
Die Reform des Militärdienstes ist eine direkte Reaktion auf die anhaltenden Herausforderungen des Krieges. Höhere Gehälter und flexible Verträge sind entscheidend, um Soldaten zu gewinnen und langfristig zu binden – ein kritischer Faktor für die Verteidigungsfähigkeit des Landes.
Die Integration ausländischer Fachkräfte könnte zudem vakante Positionen besetzen und das professionelle Niveau der Einheiten steigern.
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