Warum Sie Fertiggerichte meiden sollten: Ukrainische Verbraucher gewarnt.
Der Markt für Fertiggerichte in der Ukraine boomt
Nach Angaben von Novyny.live: Besonders während Stromausfällen greifen viele Menschen in der Ukraine zu bereits zubereiteten Mahlzeiten. Die einfache und schnelle Handhabung macht sie attraktiv. Doch Vorsicht ist geboten: Diese Produkte benötigen eine strikte Einhaltung der Kühlkette und klar definierte Verkaufsfristen, deren Missachtung gesundheitliche Risiken birgt.
Experten raten dringend davon ab, Fertiggerichte zu kaufen, wenn keine Etikettierung mit dem genauen Datum und der Uhrzeit der Zubereitung vorhanden ist. Achten Sie zudem genau auf die Beschaffenheit des Produkts:
- Bei verändertem Geruch oder Aussehen.
- Wenn das Gericht am Tagesende verkauft wird, ohne dass ein erneutes Herunterkühlen dokumentiert ist.
Diese Anzeichen deuten auf eine mögliche Unterbrechung der Kühlkette hin.
Die Expertin Lilija Bystryzka warnt: „Man sollte von einem Kauf absehen, wenn das Etikett mit Datum und Uhrzeit der Zubereitung fehlt, die Temperatur nicht eingehalten wurde, das Produkt anders riecht oder aussieht oder das Gericht am Ende des Tages ohne Hinweis auf eine erneute Kühlung verkauft wird.“
Versteckte Preiserhöhungen und neue Herausforderungen
Auch abseits der Fertiggerichte gibt es wichtige Entwicklungen. In ukrainischen Supermärkten sucht man beispielsweise vergeblich nach einer Milch- oder Ölflasche mit einem Inhalt von genau einem Liter. Die meisten Hersteller füllen ihre Produkte nun in 900-Gramm-Flaschen ab. Dieses Phänomen ist als „Shrinkflation“ bekannt – eine versteckte Preiserhöhung bei gleichbleibendem Preis.
Ein weiteres Beispiel ist der Weinmarkt. Eine Flasche (0,75 Liter) guten Rot- oder Weißweins kostet zwischen 250 und 600 Griwna. Für Wein aus einer höheren Qualitätsstufe, der sich durch bessere Eigenschaften auszeichnet, muss man zwischen 600 und 1.200 Griwna oder mehr pro Flasche einplanen. Diese Beispiele zeigen, dass Verbraucher nicht nur bei Fertiggerichten, sondern bei vielen Produkten wachsam sein müssen, um ihren Geldbeutel und ihre Gesundheit zu schützen.
Die aktuelle Energiekrise in der Ukraine hat die Nachfrage nach schnellen und bequemen Essenslösungen stark ansteigen lassen. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Käufer die Sicherheits- und Qualitätsstandards der Produkte kennen. Gleichzeitig stellt die zunehmende Shrinkflation die Verbraucher vor neue Herausforderungen, die beim Einkauf ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit und Vorsicht erfordern.
Lesen Sie auch
- Russland jagt ukrainische Kinder ab 11 Jahren: Rekrutierung über Spiele und soziale Netzwerke
- Bulgakow-Denkmal in Kiew abgebaut: Was das Institut für Nationales Gedenken dazu sagt
- Handyverbot für eingezogene Ukrainer: Wer künftig ohne Smartphone auskommen muss
- Letzte Stationen umbenannt: Wie die Metro in Charkiw die Sowjetvergangenheit abstreift und seit wann die Fahrt kostenlos ist
- Unterhaltspflicht im Ausland: Wie säumige Zahler trotz Aufenthalts im Ausland zur Kasse gebeten werden können
- Tausende Griwna verpassen: Diese Zuschläge müssen Rentner selbst beantragen

