Ab 2026: Neue Steuerpflicht für Verkäufe auf OLX in der Ukraine.
Geplante Reform der Steuergesetze in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Das ukrainische Finanzministerium hat einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der Änderungen im Steuerrecht vorsieht. Dieser Entwurf enthält Erleichterungen für Verkäufe über die Plattform OLX. Ab dem Jahr 2026 sollen Bürger der Ukraine verpflichtet werden, eine Einkommensteuer von 23 Prozent auf solche Verkäufe zu zahlen. Dieser Satz setzt sich zusammen aus 18 Prozent Einkommensteuer für natürliche Personen sowie 5 Prozent Militärsteuer. Allerdings gibt es eine Freigrenze: Verkäufe bis zu einem Wert von 2.000 Euro (umgerechnet 100.000 Griwna) bleiben steuerfrei.
Strafen bei fehlender Gewerbeanmeldung
Der Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen, Steuer- und Zollpolitik der Werchowna Rada, Danylo Hetmanzew, wies darauf hin, dass die aktuellen Regelungen bereits heute eine Deklaration von Einkünften aus OLX-Verkäufen vorsehen.
„Sie müssen die Einnahmen aus einem Verkauf auf OLX bereits heute deklarieren. Diese Vorschrift besteht seit über 20 Jahren. Und Sie müssen 23 Prozent des Betrags an den Staatshaushalt abführen“, so Hetmanzew.
Der Gesetzesentwurf sieht zudem Sanktionen vor: Wer ohne vorherige Registrierung als Unternehmer Waren verkauft, muss mit einem Bußgeld zwischen 17.000 und 34.000 Griwna rechnen. Diese Regelung könnte besonders für jene Ukrainer relevant werden, die regelmäßig Waren über das Internet veräußern möchten.
Die zentralen Punkte für Online-Verkäufer sind somit die neuen Einkommensgrenzen, der Steuersatz sowie die möglichen Verwaltungsstrafen bei fehlender Gewerbeanmeldung. Die vom Finanzministerium vorgeschlagenen Änderungen haben das Potenzial, den ukrainischen E-Commerce-Markt spürbar zu beeinflussen. Für Privatpersonen, die auf OLX handeln, ergeben sich sowohl neue Vergünstigungen als auch zusätzliche Hürden.
Durch die geplanten Anpassungen könnte der Online-Handel in der Ukraine einen Schub erhalten, da die Bedingungen für Kleinstverkäufer vereinfacht werden. Gleichzeitig könnten die Strafandrohungen Bürger dazu bewegen, ihre Einkünfte zu legalisieren, was wiederum die Staatseinnahmen erhöhen würde. Insgesamt zeichnen sich damit sowohl positive als auch negative Effekte für den Markt ab, die neue Spielregeln für alle Teilnehmer des Online-Handels schaffen.
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