Warum die Ukraine jetzt an den Verhandlungstisch muss – ein Experte erklärt Russlands mangelnde Bereitschaft.
Der Weg zum Frieden führt über Gespräche
Nach Angaben von Espreso.tv: Oleh Beresjuk, Leiter des Instituts für globale Politik, hat sich zur Notwendigkeit von Verhandlungen zur Beendigung des Krieges geäußert. Dabei betonte er, dass Moskau derzeit nicht zu solchen Gesprächen bereit sei. Jeder Krieg finde letztlich sein Ende am Verhandlungstisch, so der Experte:
„Wenn wir darüber sprechen, dass Krieg herrscht und man sich an den Verhandlungstisch setzen muss – ja, das muss man, denn jeder Krieg endet mit Frieden.“
Gleichzeitig stellte Beresjuk klar, dass Russland den Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen könne.
„Russland kann den Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen,“sagte er und verwies auf die Ressourcen, über die die Ukraine verfügt, sowie auf die Notwendigkeit, die Verteidigungsstrategie zu ändern. Dieser Punkt gewinnt vor dem Hintergrund an Bedeutung, dass die Ukraine trotz westlicher Unterstützung weiterhin unter erheblichem militärischem Druck steht.
Neue Ausrichtung für Kiew
Beresjuk kritisierte die derzeitige ukrainische Strategie als rein defensiv: „Die derzeitige ukrainische Strategie ist eine defensive Strategie.“ Seiner Ansicht nach müsse Kiew die Initiative ergreifen und in die Offensive gehen.
- „Ich denke, wir müssen die Initiative ergreifen und zur Offensive übergehen,“ fasste er zusammen.
Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, als Präsident Wolodymyr Selenskyj kürzlich seine Bereitschaft zu direkten Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin signalisiert hat. Beresjuks Einschätzung unterstreicht die Doppelstrategie der Ukraine: militärische Stärke mit diplomatischen Initiativen zu verbinden. Die Bereitschaft zu direkten Gesprächen könnte auf eine Verschiebung im Ansatz zur Konfliktlösung hindeuten und zeigt das Bestreben, die eigene Position international zu festigen und Wege zu einer friedlichen Beilegung zu finden.
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