Ukraine zielt auf Russlands Kriegsfinanzierung: Über 40 Treffer gegen Öl- und Gasinfrastruktur.
Strategische Angriffe auf die russische Kriegswirtschaft
Nach Angaben von UATV: Die ukrainischen Streitkräfte führen ihre gezielten Schläge gegen militärische Ziele und die Energieinfrastruktur Russlands fort. Das strategische Ziel ist klar: die wirtschaftliche Basis und die militärischen Kapazitäten des Angreifers zu schwächen. Seit Jahresbeginn wurden bereits mehr als 40 solcher Angriffe auf entsprechende Objekte verzeichnet.
Präzise Treffer in großer Tiefe
Zu den getroffenen Zielen zählen vier Ölraffinerien, fünf große Tanklager, eine Ölaufbereitungsanlage, Bohrinseln und Terminals. Ein jüngster Schlag in der Nacht zum 2. März traf das Ölterminal 'Schiescharis' und einen Marinestützpunkt in Noworossijsk. Bereits am 21. Februar trafen ukrainische Marschflugkörper des Typs FP-5 'Flamingo' das 'Wotkinsker Werk' in Udmurtien – in einer Rekordentfernung von 1300 Kilometern von der ukrainischen Grenze.
Am 25. Februar griffen ukrainische Spezialeinheiten eine Abschussvorrichtung des russischen Luftabwehrsystems S-400 auf der vorübergehend besetzten Krim an.
„Nach vorläufigen Informationen wurde die Zerstörung von Ölterminalsäulen und einer Radaranlage des S-400-Komplexes bestätigt“, teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit.Satellitenbilder nach dem Angriff zeigen ein großes Loch im Dach einer Werkshalle.
Das ukrainische Verteidigungsministerium betont den Zusammenhang zwischen Russlands Energieexporten und seiner Kriegsführung.
„Die Quelle dieser Finanzen ist Öl. Russland verkauft es weltweit über seine sogenannte Schattenflotte. Wenn dieser Kanal unterbrochen wird, schrumpft die Ressource für den Krieg erheblich“, so die Behörde.Diese Einschätzung unterstreicht, dass die Angriffe auf die Energieinfrastruktur direkt die Nachschubwege für Raketen, Drohnen und Soldaten treffen sollen.
Parallel meldet der Generalstab täglich erfolgreiche Gefechte gegen feindliche Truppenansammlungen an der Frontlinie. 'Solche Meldungen sehen wir praktisch jeden Tag', kommentierte Sprecher Serhij Brattschuk die Lage. Die ukrainischen Streitkräfte setzen somit ihre Kampagne zur Reduzierung der gegnerischen Kriegsfähigkeit auf mehreren Ebenen fort.
Die anhaltenden Angriffe auf kritische Infrastruktur sind Teil einer umfassenden Strategie, um Russlands Ressourcen für die Fortführung der Kampfhandlungen zu verknappen. Die erfolgreiche Störung der Energieexporte könnte die wirtschaftliche Lage Russlands erheblich beeinflussen und damit ein Schlüsselfaktor für die weitere Entwicklung des Konflikts werden.
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