Prämien für Gefangennahme: Ukrainische Soldaten erhalten 100.000 Hrywnja pro russischem Kriegsgefangenen.
Neue finanzielle Anreize für ukrainische Streitkräfte beschlossen
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat ein neues Vergütungssystem für Militärangehörige eingeführt. Mit der Kabinettsverordnung Nr. 768 vom 12. Juni 2026 werden konkrete Geldprämien für die Gefangennahme oder Tötung von feindlichen Soldaten festgelegt. Dieses Modell soll die Motivation der Truppen an der Front steigern. Die Prämien werden zusätzlich zum regulären Sold gezahlt.
- Für jeden gefangenen russischen Soldaten gibt es eine Prämie von 100.000 Hrywnja.
- Die Vergütung für die Tötung von feindlichem Personal beträgt 15.000 Hrywnja.
Wichtig zu wissen: Die Prämie für eine Gefangennahme wird anteilig auf alle beteiligten Soldaten aufgeteilt. Um die 15.000 Hrywnja für einen Kampfeinsatz zu erhalten, muss ein Videobeleg des Gefechts vorgelegt werden – das ist zwingende Voraussetzung für die Auszahlung.
Die Auszahlung der Zusatzvergütung erfolgt spätestens bis zum 20. eines Monats, vorausgesetzt der entsprechende Befehl des Kommandeurs wurde bis zum 5. des laufenden Monats erteilt. Mit dieser Neuerung will die Führung die Kampfbereitschaft der Einheiten erhöhen und die Eigeninitiative der Soldaten fördern.
Drei Vertragsmodelle für den Militärdienst
Parallel zu den Prämien legt die Verordnung auch die Rahmenbedingungen für verschiedene Dienstverträge fest. Damit soll der Personalmangel ausgeglichen und die Armee gestärkt werden. Im Einzelnen sieht die Regelung folgende Vertragstypen vor:
- Infanterie-Sturmvertrag:
- 14 Monate für Zivilisten,
- 10 Monate für aktive Soldaten,
- ab 6 Monaten für Personen, die bereits in besonderen Einsatzzeiten gedient haben.
- Kampfeinsatzvertrag: Laufzeit 24 Monate.
- Basisvertrag: ebenfalls 24 Monate.
Die neue Verordnung schafft also nicht nur klare finanzielle Anreize, sondern auch eine durchdachte Vertragsstruktur. Ziel ist es, mehr Freiwillige für den Dienst zu gewinnen und ihre aktive Teilnahme an der Landesverteidigung sicherzustellen.
Diese Initiative könnte die Einstellung der Soldaten grundlegend verändern. Denn konkrete Geldprämien für militärische Erfolge motivieren zu entschlossenerem Handeln an der Front.
Darüber hinaus könnten die verschiedenen Vertragsoptionen mehr Rekruten anziehen – ein entscheidender Faktor angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen. Angesichts wachsender Sicherheitsherausforderungen tragen solche Änderungen in der Finanz- und Vertragspolitik dazu bei, die ukrainische Armee zu stärken und langfristig leistungsfähig zu halten.
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