Erste zivile UN-Friedensmedaille posthum an ukrainischen Flugbegleiter verliehen.
Serhij Prychodko erhält Ehrung nach seinem Tod
Nach Angaben von UATV: Der Flugbegleiter Serhij Prychodko aus Boryspil wurde posthum mit der UN-Friedensmedaille ausgezeichnet – für seinen außergewöhnlichen Mut. Die feierliche Übergabe fand im UN-Hauptquartier statt, wo die Medaille erstmals in der Geschichte an eine Zivilperson verliehen wurde. Diese Auszeichnung existiert seit 2014 und wurde bisher nur dreimal vergeben. Damit wird erstmals der Einsatz eines Nichtmilitärs in einer Friedensmission gewürdigt.
Heldentum und Selbstaufopferung
Prychodko arbeitete als Rettungsflugbegleiter und Ausbilder. Er erhielt die Ehrung für seinen Heldenmut während eines Angriffs auf ein Flugzeug im Frühjahr 2025, als er Bewohner des Südsudan evakuierte. Dabei schützte er andere Menschen mit seinem eigenen Körper und opferte sein Leben – ein eindrucksvolles Beispiel für Selbstlosigkeit.
Seine Kollegen, ebenfalls Ukrainer, konnten den Hubschrauber in die Luft bringen und acht Menschen retten. UN-Generalsekretär António Guterres, der die Medaille überreichte, sagte:
„Niemand sollte sterben, während er dem Frieden dient.“ António Guterres
Diese Worte unterstreichen die Bedeutung von Friedensmissionen und die Gefahren, denen sich diejenigen aussetzen, die ihr Leben der Hilfe für andere widmen.
Die Auszeichnung für Serhij Prychodko ist nicht nur eine Anerkennung seines Mutes, sondern auch ein Symbol für die Opferbereitschaft aller, die in Konfliktgebieten ihr Leben riskieren, um andere zu retten. Die erstmalige Verleihung an einen Zivilisten markiert einen Wandel: Künftig wird nicht nur der Beitrag von Soldaten, sondern auch von zivilen Helfern in Friedenseinsätzen gewürdigt. Dies zeigt, dass Heldentum viele Gesichter hat und jeder – unabhängig vom Beruf – für Frieden und Menschlichkeit eintreten kann.
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