Ballistische Rakete «Oreschnik» löst zweimal Luftalarm in der Ukraine aus.
Die Bedrohung durch die «Oreschnik»-Rakete
Nach Angaben von TSN.ua: Am 12. Februar 2026 musste die ukrainische Bevölkerung zweimal in landesweite Luftschutzkeller, ausgelöst durch die Gefahr eines Einsatzes der ballistischen Rakete «Oreschnik». Diese Mittelstreckenrakete, eine Weiterentwicklung des russischen RS-26 «Rubezh»-Komplexes, sorgt für erhebliche Besorgnis. Ihre hyper-schall schnelle Fluggeschwindigkeit von über 12.000 km/h macht sie zu einer äußerst gefährlichen Waffe, die nur schwer abzufangen ist.
Experten gehen davon aus, dass Russland im Januar 2026 lediglich über 3 bis 4 Exemplare dieser Rakete verfügte. Alexander Kowalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim ukrainischen Sicherheitsrat, wertete die Abschüsse daher als simuliert und als Teil psychologischer Kriegsführung des Angreifers. Als Reaktion auf diese Bedrohung griffen ukrainische Verteidigungskräfte bereits im Januar 2026 den russischen Teststandort «Kapustin Jar» an – ein deutliches Signal der Entschlossenheit.
Expertenanalyse zur Abwehrlage
Der Sicherheitsexperte Iwan Stupak erläuterte die Funktionsweise der Rakete: Ohne Nukleargefechtskopf zerlegt sie sich in 6 Blöcke mit je 6 Teilen, also insgesamt 36 Einzelziele. Dies diene vor allem der Einschüchterung. Er machte zudem ein gravierendes Abwehrproblem deutlich: Das Patriot-System, das gegen «Kinschal»-Raketen wirksam ist, scheint gegen die «Oreschnik» machtlos zu sein. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Aufklärung möglicher Gefahrguttransporte an Bedeutung.
Iwan Stupak: 'Stellen wir uns vor: Am Stadtrand von Lwiw ist ein Gefahrguttransport vom Westen eingetroffen. Er bleibt vielleicht zwei Stunden, dann fährt er weiter. Sobald diese Information vorliegt, muss sofort zugeschlagen werden.'
Diese Vorfälle unterstreichen die schwerwiegenden Gefahren, denen die Ukraine ausgesetzt ist, und die Notwendigkeit ständiger Wachsamkeit und hoher Reaktionsgeschwindigkeit. In einem modernen Krieg entscheiden Information und Handlungsschnelligkeit über die nationale Sicherheit.
Die wiederholten Luftalarme und die «Oreschnik»-Bedrohung zeigen, dass die militärischen Risiken unvermindert hoch bleiben. Die Antwort darauf erfordert koordinierte Abwehrmaßnahmen und eine klare Informationspolitik. Es ist entscheidend, dass die ukrainischen Behörden und Streitkräfte die Luftverteidigung weiter stärken und die internationale Zusammenarbeit vertiefen, um notwendige Unterstützung und Technologien zu erhalten.
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