Ukrainische Antikorruptionsbehörde erhebt Vorwürfe gegen Julia Timoschenko.

Ukrainische Antikorruptionsbehörde erhebt Vorwürfe gegen Julia Timoschenko
Ukrainische Antikorruptionsbehörde erhebt Vorwürfe gegen Julia Timoschenko

Ermittlungen gegen die Oppositionspolitikerin

Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Antikorruptionsbehörde NABU und die Sonderstaatsanwaltschaft SAP werfen Julia Timoschenko, der Fraktionsvorsitzenden der Partei "Vaterland", Bestechlichkeit vor. Die Politikerin weist die Anschuldigungen entschieden zurück und erklärt, die als Beweismittel vorgelegten Tonaufnahmen seien gefälscht. Am 16. Januar betonte Timoschenko, sie habe niemals Äußerungen getan, wie sie auf den besagten Mitschnitten zu hören seien.

Die Ermittlungen hatten am 13. Januar mit einer Durchsuchung der Parteizentrale der "Vaterland" begonnen. Am darauffolgenden Tag wurde die offizielle Verdächtigung bekannt. Die Staatsanwaltschaft beantragt nun beim Gericht eine Sicherheitsleistung in Höhe von 50 Millionen Hrywnja (etwa 1,2 Millionen Euro). Timoschenko entgegnete, sie könne diese Kaution nicht aufbringen, da ihre Bankkonten gesperrt seien.

Timoschenkos Verteidigung

Die ehemalige Ministerpräsidentin stellte in einer Stellungnahme klar:

„Ich möchte ganz deutlich sagen, dass ich solche Worte niemals gesagt habe“ - Julia Timoschenko

Sie fügte hinzu: „Ein solches Gespräch hat in meinem Leben nie stattgefunden“ und kündigte an, die Vorwürfe gerichtlich anzufechten. Zudem plant sie, eine unabhängige forensische Untersuchung der Tonbänder in Auftrag zu geben, von der sie sich Aufklärung erhofft.

Timoschenko deutet die gesamte Angelegenheit als politisch motivierte Kampagne gegen ihre Person. „Ich betrachte diesen Fall als einen politischen Auftrag“, erklärte sie und unterstellte damit eine gezielte Diskreditierungsabsicht.

Sie äußerte die Hoffnung, dass das Gericht das Verfahren öffentlich führen möge, was nach ihrer Ansicht zur Wahrheitsfindung beitragen könnte. Die Entwicklung des Falls wird in der Ukraine aufmerksam verfolgt. Verfahren gegen prominente Politiker wie Timoschenko sind in der Ukraine nicht ungewöhnlich und stehen oft im Verdacht, instrumentalisiert zu werden. Die kommenden Gerichtstermine werden daher nicht nur über das persönliche Schicksal der Angeklagten, sondern auch über die Glaubwürdigkeit der ukrainischen Justiz entscheiden.


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