Kiew kappt letzte Verbindungen: 116 Verträge mit Russland und Belarus gekündigt.
Aus für internationale Abkommen
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Regierung hat einen Schlussstrich unter die Ära der post-sowjetischen Verträge gezogen. Insgesamt 116 Abkommen mit Russland, Belarus und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wurden für ungültig erklärt. Damit ist der Austritt aus dem alten Vertragssystem vollzogen. Konkret wurden 25 Verträge aufgehoben, drei weitere Abkommen gekündigt und aus 88 internationalen Vereinbarungen trat das Land aus.
Die Verteilung der Abkommen im Einzelnen:
- fünf betrafen Russland;
- 23 bezogen sich auf Belarus;
- 87 fielen in den Bereich der GUS.
Ein weiteres Abkommen war dreiseitig angelegt und band die Ukraine, Russland und Belarus zusammen. Ein zentraler Punkt des Prozesses war zudem ein Dekret von Präsident Wolodymyr Selenskyj, das den Austritt aus dem Abkommen zum Schutz der Staatsgrenzen und der maritimen Wirtschaftszonen besiegelte.
Andrij Sybiha, ein Vertreter der Regierung, erklärte: 'Die letzten juristischen Fäden, die uns mit Russland, Belarus und dem sogenannten GUS-Raum verbanden, müssen durchtrennt werden.'
Dieser Schritt verdeutlicht das Bestreben der Ukraine, sich endgültig von post-sowjetischen Strukturen zu lösen und ihre Eigenständigkeit auf der Weltbühne zu festigen. Es handelt sich um eine klare Abkehr von der Vergangenheit.
Bedeutung für die Außenpolitik
Die Entscheidung markiert einen Wendepunkt in der Außenpolitik des Landes. Sie unterstreicht den eingeschlagenen Kurs der Ukraine, sich stärker an europäische und euro-atlantische Bündnisse anzulehnen. Durch die Kündigung der alten Verträge verringert sich die Abhängigkeit von ehemaligen Partnern, was die nationale Sicherheit stärken und den Weg für neue internationale Kooperationen ebnen könnte. Die Ukraine untermauert damit ihren Anspruch auf Souveränität und Unabhängigkeit im globalen Gefüge.
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