Ab 2027: Neue Steuerregeln für digitale Einkünfte und Importe in der Ukraine.

Ab 2027: Neue Steuerregeln für digitale Einkünfte und Importe in der Ukraine
Ab 2027: Neue Steuerregeln für digitale Einkünfte und Importe in der Ukraine

Ukrainische Regierung beschließt Steuerreformpaket

Nach Angaben von TSN.ua: Am 30. März 2023 gab das Kabinett der Ukraine grünes Licht für drei Gesetzesentwürfe. Diese ändern sowohl die Steuerordnung als auch das Gesetz 'Über Banken und Bankgeschäfte'. Ziel ist die Anpassung an internationale Standards beim automatischen Austausch von Einkommensdaten, die Besteuerung des Online-Handels und die Verlängerung der Militärsteuer. Die neuen Regelungen treten erst Anfang 2027 in Kraft.

Wesentliche Neuerungen im Steuerrecht

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft Einkünfte aus digitalen Plattformen: Statt bisher 18 Prozent sollen hier nur noch 5 Prozent Einkommensteuer anfallen. Allerdings gilt dieser ermäßigte Satz nur für Jahreseinkommen bis zur Höhe von 834 Mindestlöhnen – das entspricht rund 7,2 Millionen Griwna (Stand 1. Januar 2026).

Ab dem 1. Januar 2027 wird zudem die Mehrwertsteuer auf importierte Waren fällig – und zwar unabhängig vom Warenwert. Damit wollen die Behörden den Warenfluss besser kontrollieren und heimische Hersteller vor Wettbewerbsnachteilen schützen.

Die Betreiber von Online-Plattformen müssen künftig neue Pflichten erfüllen, insbesondere beim Melden von Einkünften. Finanzminister Serhij Martschenko betonte, die Vorhaben dienten der Steuertransparenz und förderten den E-Commerce in der Ukraine. Vor dem Hintergrund des Wiederaufbaus – die Kosten dafür werden auf rund 588 Milliarden US-Dollar geschätzt – sei eine moderne Steuerpolitik unverzichtbar.

Die beschlossenen Anpassungen zielen darauf ab, das Steuersystem zu modernisieren, besonders angesichts des boomenden Online-Handels. Niedrigere Steuersätze und klarere Regeln für Plattformen könnten die Digitalwirtschaft ankurbeln, erfordern aber eine konsequente Umsetzung, um Missbrauch zu vermeiden. Angesichts der enormen Summen, die für die Wiederherstellung der Infrastruktur benötigt werden, sind solche Reformen ein wichtiger Schritt hin zu mehr Stabilität und Wachstum.


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