Metinvest-CEO Ryzhenkov: Vom Verlust der Mariupoler Werke zum Wiederaufbau.

Metinvest-CEO Ryzhenkov: Vom Verlust der Mariupoler Werke zum Wiederaufbau
Metinvest-CEO Ryzhenkov: Vom Verlust der Mariupoler Werke zum Wiederaufbau

Stahl als Zukunftsstoff und die Dekarbonisierung der Industrie

Nach Angaben von TSN.ua: Für Metinvest-Chef Yuriy Ryzhenkov ist Stahl der Werkstoff der Zukunft, dessen Herstellung jedoch dekarbonisiert werden muss. Er schildert die immensen Kriegsverluste des Konzerns, insbesondere die vollständige Zerstörung seiner beiden größten Stahlwerke in Mariupol im Jahr 2022. Trotz dieser Herausforderungen sieht er Perspektiven für die Branche: Die weltweiten und ukrainischen Eisenerzvorkommen sichern die Rohstoffbasis für mehr als 100 Jahre. Die Stahlindustrie bleibt ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für die Ukraine.

Unterstützung für die Verteidigung und Vorbereitung des Neuanfangs

Metinvest unterstützt die ukrainische Bevölkerung und die Streitkräfte aktiv und hat in den letzten vier Jahren über 200 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Das Unternehmen fertigt unterirdische Stahlkrankenhäuser, Schutzschilde für Fahrzeuge, Platten für Schutzwesten und andere kriegswichtige Produkte. Ryzhenkov betont die strategische Entscheidung des Eigentümers:

'Die Anweisung von Aktionär Rinat Akhmetov nach Kriegsbeginn war klar: die ukrainische Armee zu unterstützen. Dies war nicht nur eine massive Hilfe für die Truppen, sondern auch ein starkes Motivationssignal für unsere Belegschaft.' Yuriy Ryzhenkov

Für den Wiederaufbau und die Modernisierung nach dem Krieg setzt Metinvest auf ein Pilotprojekt: „Metinvest Adria“ im italienischen Piombino soll als Blaupause für die künftige Rekonstruktion der ukrainischen Standorte dienen. Parallel arbeitet die seit 2022 operierende „Metinvest Polytechnic“ an der Fachkräfteausbildung für die Nachkriegszeit und bietet ein breites Studienangebot:

  • 19 Bachelor-Studiengänge,
  • 21 Master-Programme,
  • fünf Promotionsstudiengänge.

So bereitet sich der Konzern trotz schwerster Verluste aktiv auf die Zeit nach dem Krieg vor. Die Initiativen reichen von der direkten Unterstützung der Verteidigung über internationale Innovationsprojekte bis zur Qualifizierung des Nachwuchses – alles im Zeichen eines stabilen wirtschaftlichen Neubeginns für die Ukraine.


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