Betrug in Odessa aufgedeckt: Wie Kriminelle einem Soldaten 21.000 Euro abnahmen.

Betrug in Odessa aufgedeckt: Wie Kriminelle einem Soldaten 21.000 Euro abnahmen
Betrug in Odessa aufgedeckt: Wie Kriminelle einem Soldaten 21.000 Euro abnahmen

Fake-Autoanzeigen als Falle

Nach Angaben von Novyny.live: In Odessa ist der Polizei ein Schlag gegen eine Betrügerbande gelungen. Die Täter lockten ihre Opfer mit gefälschten Autoinseraten. Ein Soldat, der auf der Plattform OLX einen Toyota Land Cruiser Prado zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis kaufen wollte, verlor dabei umgerechnet 21.000 Euro. Drei Männer im Alter von 35 bis 41 Jahren aus Odessa hatten die Anzeigen mit stark reduzierten Preisen geschaltet, um ahnungslose Käufer anzulocken.

Haft und hohe Kaution

Den drei Beschuldigten wird nun Betrug nach Artikel 190, Teil 2, sowie Geldwäsche nach Artikel 209, Teil 2, des ukrainischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu acht Jahre Gefängnis. Ein Gericht hat Untersuchungshaft angeordnet, die jedoch gegen eine Kaution in Höhe von zwei Millionen Euro ausgesetzt werden kann.

Weitere dreiste Maschen in der Region

Dieser Fall ist kein Einzelfall in der Hafenstadt. Erst kürzlich wurde eine Frau Opfer einer perfiden Masche: Ein angeblicher Anruf des Militärkommissariats (TZK) kostete sie 12.500 Dollar. Auch hier ermittelt die Polizei wegen Betrugs. Im Bezirk Ismajil lockte ein Internetbetrüger mit dem Verkauf von nicht existierendem Brennholz und erbeutete so von sieben Personen über 30.000 Euro. Ein weiterer dreister Fall ereignete sich in Odessa selbst: Ein 56-jähriger Mann aus Tschornomorsk brachte die Wohnung einer verstorbenen Frau an sich und verursachte damit einen Schaden von mehr als 1,1 Millionen Euro.

Die Häufung solcher Delikte in der Region Odessa zeigt, wie aktiv kriminelle Netzwerke sind, die das Vertrauen der Bürger schamlos ausnutzen. Die Aufdeckung dieser Autobetrugsmasche und anderer Fälle unterstreicht, wie wichtig Aufklärung und Vorsicht bei Online-Geschäften sind. Die Behörden haben ihre Bemühungen verstärkt, um derartigen Straftaten künftig noch besser vorzubeugen.


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