Ab 1. April beginnt in der Ukraine die „Ruhezeit“: Diese Verbote gelten bis zum 15. Juni.
Ruhezeit in der Ukraine: Was Sie wissen müssen
Nach Angaben von TSN.ua: Vom 1. April bis zum 15. Juni 2026 gilt in der Ukraine die sogenannte „Ruhezeit“. In diesem Zeitraum sollen Wildtiere während ihrer Fortpflanzungsphase besonders geschützt werden. Die Regelungen betreffen nicht nur Landwirte und Unternehmen, die in natürlichen Gebieten wirtschaften, sondern auch Touristinnen und Touristen sowie die lokale Bevölkerung.
Verbotene Handlungen im Überblick
Laut Artikel 39 des ukrainischen Gesetzes sind während der Ruhezeit folgende Aktivitäten untersagt:
- Sprengarbeiten;
- Schießen;
- Feuerwerke zünden;
- Konzerte und Festivals veranstalten;
- Motorsportwettbewerbe durchführen;
- Nutzung von motorisierten Kleinfahrzeugen auf dem Wasser;
- Durchführung von Waldsanitärhieben.
Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der natürlichen Umwelt und sollen sicherstellen, dass Wildtiere in ihrer Fortpflanzungszeit ungestört bleiben.
Zusätzlich ist es verboten, seltene Frühlingsblumen wie Schneeglöckchen, Krokusse, Kuhschellen, Märzenbecher und Bärlauch zu pflücken oder auszugraben. Ein weiteres Verbot betrifft den Krebsfang: Dieser ist bis zum 30. Juni untersagt – mit Ausnahme von Gewässern in der Region Transkarpatien. Die Hechtangel-Saison endet dagegen bereits am 1. April. Wer gegen die Krebsfangregeln verstößt, muss mit einer Geldstrafe von 3.332 Griwna pro gefangenem Tier rechnen.
Die Strafen für Verstöße gegen die Ruhezeit sind ebenfalls klar geregelt. Privatpersonen zahlen zwischen 510 und 850 Griwna, was 30 bis 50 steuerfreien Mindesteinkommen entspricht. Für Amtsträger fallen höhere Strafen an: Sie müssen mit 850 bis 1.190 Griwna rechnen (50 bis 70 steuerfreie Mindesteinkommen). Diese Sanktionen sollen die Einhaltung der Vorschriften fördern, die für den Naturschutz in der Ukraine unerlässlich sind.
Die Ruhezeit ist eine wichtige Initiative zur Bewahrung der Artenvielfalt in der Ukraine, insbesondere angesichts des wachsenden Drucks auf Ökosysteme durch menschliche Aktivitäten. Die in diesem Zeitraum geltenden Einschränkungen schaffen ideale Bedingungen für die Fortpflanzung von Wildtieren und den Schutz seltener Pflanzen. Die Einhaltung dieser Regeln dient nicht nur dem Umweltschutz, sondern stärkt auch das ökologische Bewusstsein in der Bevölkerung. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen – ein Anreiz für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur.
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